Nahost
Demonstranten fordern Gewaltende
09.01.2009 21:10 UhrAugsburg (chmü) - Gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen demonstrierten gestern auf dem Königsplatz 100 bis 150 Menschen. Darunter Globalisierungsgegner von Attac, Mitglieder der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) und des Internationalen Kulturzentrums, die Augsburger Friedensinitiative sowie die türkische Migrantenorganisation ATIF. "Uns stört vor allem die Art der Kriegsführung. Es werden Schulen, Moscheen und UN-Konvois beschossen", sagte Emil Bauer von der MLPD, der die Demonstration angemeldet hat. Seiner Ansicht nach hat Israel die Eskalation Anfang November mit der Tötung von Palästinensern ausgelöst, die Raketen der Hamas seien eine Reaktion gewesen. Durch die aktuelle Militäroffensive werde "das palästinensische Volk terrorisiert", so Bauer.
Anders sieht es der Augsburger Zusammenschluss gegen Antisemitismus und Antizionismus. "Israel hat bei mehr als 3000 Raketen und Mörsergranaten seit 2007 stillschweigend zugesehen", hieß es vom Bündnis. Der Wunsch nach Frieden dominiere und überlagere das Problem. "Ohne palästinensische Waffen gäbe es keinen Krieg, ohne israelische Waffen jedoch gäbe es kein Israel", heißt es vom Bündnis. Sie verweisen darauf, dass die Charta der Hamas die Vernichtung Israels vorsieht und kritisieren die Motivation der Demonstranten. "Die Situation in Dafur ist ihnen kein Augenzucken wert."
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