Die 19222 hat bald ausgedient
22.09.2008 20:55 UhrVon Lea Thies
Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Noch stehen die Telefone der neuen Integrierten Leitstelle (ILS) in der Hauptwache der Berufsfeuerwehr still. Doch das wird sich ändern: Ab 1. Oktober landen in dem Großraumbüro alle Feuerwehr- und Rettungsdienst-Notrufe aus der Region. Künftig muss sich der Bürger nur noch zwei Nummern merken. 110 für die Polizei, 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst. Die BRK-Notrufnummer 19222 hat dann ausgedient. Wer dringend einen Krankenwagen benötigt oder einen Brand meldet, ruft künftig die 112. So wird es in anderen Bundesländern schon seit jeher gehandhabt.
Bayern stellt nun langsam um. In München, Regensburg, Ingolstadt, Fürstenfeldbruck, Landshut und Würzburg gibt es bereits sogenannte Integrierte Leitstellen. Durch finanzielle und technische Komplikationen habe sich die Umstellung in Augsburg verzögert, so Ordnungsreferent Walter Böhm.
4,5 Millionen Euro kostet die Zusammenlegung
Seit zwei Jahren laufen in Augsburg die Vorbereitungen zur ILS, der flächenmäßig zweitgrößten in Bayern. Der Raum wurde ganz neu auf ein Flachdach gesetzt, kilometerlange Kabel mussten verlegt, die Mitarbeiter geschult werden. Alles in allem kostet die Zusammenlegung von BRK- und Feuerwehrleitstelle 4,5 Millionen Euro, den Großteil zahlt laut Feuerwehrchef Frank Habermaier der Freistaat.
Warum das alles? "Das ist sehr sinnvoll und zielführend für die Sicherheit der Menschen in der Region", sagt Böhm. Die Alarmierung laufe in Zukunft ohne Zeitverzögerung ab. Und im Notfall zähle jede Sekunde. "Der Infofluss ist besser", betont auch Habermaier. Bisher war es so: Brauchte jemand dringend einen Krankenwagen und rief die 112, landete er bei der Feuerwehr, die die Infos an die BRK-Leitstelle weitergab, wo ein anderer Mitarbeiter den Rettungswagen hinausschickte.
Zwei Leute kümmerten sich also um einen Notruf. Künftig wird der 112-Anruf von einer Person bearbeitet. "So gehen keine Informationen verloren", sagt der Feuerwehrchef. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstellen-Mitarbeiter wurden für die Arbeit in der neuen ILS speziell geschult (siehe Infokasten). "Jeder macht alles", erklärt Habermaier.
Weiterer Grund für die Zusammenlegung: "Man spart Technik und 30 Prozent Personal", sagt Habermaier. Für Augsburg heißt das: zwölf Stellen weniger als bei zwei Leitstellen. Niemand werde gefeuert, so Habermaier. Ein Teil der Kollegen gehe in den Ruhestand, der Rest werde in die Personalreserve der Stadt übernommen.
Die Spannung steigt. Die große Frage bei der Umstellung kommende Woche: Funktioniert die Technik auch im Notfall? "Das können wir vorher nur begrenzt ausprobieren", sagt Habermaier. Aber er ist zuversichtlich, dass alles reibungslos klappt: "Wir haben viel Zeit und Energie reingesteckt. Die Kollegen haben einige 1000 Überstunden aufgebaut." Und notfalls gibt¿s noch die Plätze der alten Leitstelle.
Vorsichtshalber soll die 19222 bis Ende des Jahres noch für den Notruf freigeschaltet bleiben. Weil das allein für drei Monate 30 000 Euro kostet, ist laut Habermaier mit der 19222 im neuen Jahr endgültig Schluss. »Einblick
Das ist wieder ein unverschämter Artikel, und wieder sehr einseitig auf die Sicht der Berufsfeuerwehr fokussiert. Es ist so, ... 23.09 20:09 Uhr - lotte
Woher haben Sie diesen Schwachsinn, den Sie da geschrieben haben???:confused1: 23.09 21:30 Uhr - banditos
wieso müssen einige alles so schwarz malen? Von Unverschämtheit und Inkompetenz habe ich gelesen. Bis jetzt kann sich doch ...
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