Nachgefragt bei Peter Grab
Lauter Baustellen
12.11.2009 18:39 UhrDer Deutsche Kulturrat prophezeit massive Einschnitte in der kommunalen Kulturpolitik. Was ist in Augsburg gefährdet?
Grab: Es wird Einschnitte geben im Jahr 2010, nicht nur im Kulturbereich. An welchen Stellen, darüber entscheidet der Souverän Stadtrat.
Was ist Ihre größte „Baustelle“, Ihre wichtigste Aufgabe in der Kulturpolitik in den kommenden Jahren?
Grab: Es gibt leider viele Baustellen aufgrund eines jahrelangen Investitionsstaus: Sanierung Großes Haus und Werkstätten des Theaters, Sanierung Komödie und/oder Neubau Schauspielhaus, Sanierung Freilichtbühne, Interims- und Ersatzspielstätten, Sanierung Römisches Museum und Neukonzeption Archäologie, Sanierung Naturmuseum, Umzug Stadtarchiv und Sofortmaßnahmen zur Rettung des Archivs, Sanierung/Ausbau Staats- und Stadtbibliothek usw. usf. Meine wichtigste Aufgabe in der Kulturpolitik ist die Forcierung der integrativen Aufgabe der Kultur sowie der Ausbau der Jugendkultur.
Was tun Sie für Stadtarchiv und Stadtarchäologie?
Grab: Kämpfen.
Was war in Ihrer bisherigen Amtszeit der größte Erfolg, was der größte Flop?
Grab: Im Kulturbereich sind die größten Erfolge bisher die kurz vor dem Abschluss befindliche Grundlagenermittlung für das Theaterwesen, die Neukonzeption des Brecht- und Friedensfestivals, die neuen Bühnen im Großen Haus und auf der Freilichtbühne, die bisher erfolgte Stärkung der Jugend- und Popkultur sowie die interkulturelle Ausweitung (z. B. Festival der Kulturen), die Sicherung der Augsburger Puppenkiste, des S’ensemble-Theaters und anderer Einrichtungen bzw. Veranstaltungsreihen. Ebenso der erfolgte Ankauf des Brecht-Nachlasses. Einen Flop hat es nicht gegeben. (aba)
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