Nicht alle haben frei in den Ferien
30.07.2010 20:25 Uhrvon Maximilian Aubele

In den Sommerferien wird im Dossenberger-Gymnasium in Günzburg weiter an der Modernisierung des Brandschutzes gearbeitet. Schulleiter Dr. Christoph Henzler zeigt ein neues Türelement, das bereits eingebaut wurde. Foto: Bernhard Weizenegger
Günzburg/Thannhausen Die Sommerferien haben gestern begonnen und die Schüler freuen sich auf sechs schulfreie Wochen. Sie werden in den Urlaub fahren, sich mit Freunden treffen und sich von den Strapazen des vergangenen Schuljahres erholen. Doch wie sieht es mit den Rektoren, Sekretärinnen und Hausmeistern aus?
Franz Eschlberger, der Rektor der Realschule Thannhausen, erzählt: „Die Schulleitung ist in der ersten und letzten Woche der Sommerferien in der Schule. In den Wochen dazwischen ist jeden Mittwochvormittag ein Schulleiter anwesend.“ Im Dossenberger-Gymnasium in Günzburg ist das ähnlich: „Ich bin die ersten drei Wochen und die letzte in den Sommerferien in der Schule. Ansonsten ist das Sekretariat jeden Mittwoch besetzt“, sagt Schulleiter Dr. Christoph Henzler.
Brandschutz wird modernisiert
Die Hausmeister der beiden Schulen haben auch wenig Zeit für Ferien, denn sowohl an der Christoph-von-Schmid-Realschule Thannhausen als auch am Dossenberger-Gymnasium Günzburg werden Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt. „Es wird hauptsächlich der Brandschutz modernisiert, aber auch kleinere Arbeiten wie neue Bodenbeläge in den Klassenzimmern werden ausgeführt“, sagt der Fachbereichsleiter für Gebäudemanagement des Landratsamts Günzburg, Peter Mucha. „Modernisierungsarbeiten im Bereich Brandschutz sind zum Beispiel neue Brandschutztüren oder Rauchmelder“, erklärt Mucha.
Im Dossenberger-Gymnasium werden auch Verbindungstüren zwischen den Klassenzimmern eingebaut. „Im Falle eines Brandes sind die Schüler nicht mehr nur auf die Gänge als Fluchtwege angewiesen. Sie können ab dem nächsten Schuljahr auf die Verbindungstüren ausweichen. Das ist sehr wichtig. Denn wenn es brennt, kann es sein, dass ein Gang unpassierbar ist“, betont Schulleiter Dr. Henzler.
Damit das alles reibungslos funktioniert, sind auch die Hausmeister gefragt. Sie müssen dafür sorgen, dass die Handwerker immer Strom und Wasser haben. „Die Hausmeister müssen den Handwerkern die Türen aufschließen, da diese in unterschiedlichen Bereichen der Schule arbeiten. Nur wenn eine Firma mehrere Wochen an der Schule beschäftigt ist, bekommt sie einen Schlüssel“, erklärt Franz Eschelberger. Einfacher haben es die Hausmeister des Dossenberger-Gymnasiums, denn sie sind zu zweit.
Da immer nur ein Hausmeister anwesend sein muss, kann der andere die Sommerferien mindestens zeitweise zur Erholung nutzen.
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