Inning am Ammersee
Versuchter Mord: Auf Nachbarin geschossen
07.02.2010 14:12 UhrMit dem Schrecken und einer Schusswunde im Oberschenkel ist eine 63 Jahre alte Krankenschwester davongekommen, die in der Nacht von Freitag auf Samstag in Inning am Ammersee von ihrem Nachbarn mit einer kleinkalibrigen Waffen angeschossen worden war.
Das Projektil der Waffe war tief eingedrungen. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht und nach einer ambulanten Operation wieder entlassen.
Nach Angaben der Polizei war die 63-Jährige nach dem Angriff in ihr Anwesen geflüchtet. Die Polizeiinspektion Herrsching brachte in Erfahrung, dass es sich bei dem mutmaßlichen Schützen um einen bereits polizeilich bekannten 39-jährigen Elektriker handelt. Das Anwesen des Mannes wurde sofort umstellt. Dabei wurde Beschuldigte auf der Straße vor seinem Anwesen von der Polizei festgenommen.
Bei der Durchsuchung des Hauses des Beschuldigten wurden im Keller mehrerer Langwaffen, Pistolen, Revolver, Messer, Dolche, Schwarzpulver und Munition gefunden. Auch Handgranaten wurden dort aufbewahrt. Laut einer ersten Begutachtung des Landeskriminalamtes dürften diese aber nicht funktionieren.
In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft wird gegen den 39-Jährigen wegen versuchten Mordes sowie Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz ermittelt. Er räumte ein, unbeabsichtigt mit einem Kleinkaliberrevolver geschossen zu haben. Warum der Schuss abgegeben wurde, muss noch ermittelt werden.Der Anlass für die Gewalttat könnte laut Polizei darin liegen, dass das Opfer das Grundstück des Mannes betrat, um dessen entlaufenen Hund zurück zu bringen. (lt)
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