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Karambolage auf der A96

Auto unter der Leitplanke - Fahrer unverletzt

28.04.2008 07:22 Uhr

Windach (AZ) - Wer dieses Bild sieht, glaubt es kaum. Der Fahrer eines Volvos, der sich auf der A96 bei Windach komplett unter die Leitplanke schob, blieb unverletzt. Eine Karambolage mit Schutzengel:

Am Sonntag fuhr ein 58-jähriger Opel Astra-Fahrer aus Fuchstal auf der A 96 in Richtung München. Wie die Polizei Fürstenfeldbruck berichtet, fuhr auf einmal ein Renault Senic, am Steuer saß ein 19-Jähriger aus Windach, auf dem Pannenstreifen rechts auf gleiche Höhe und berührte dann die rechte Leitplanke.

Der 19-jährige erschrak offensichtlich und lenkte auf die Fahrbahn  zurück. Dabei rammte er den Opel - beide Fahrzeuge schleuderten gegen die Mittelleitplanke. Während der Opel von noch einmal quer über die Fahrspur in die rechte Leitplanke geschleudert wurde, drehte sich das Fahrzeug des Unfallverursachers und blieb entgegen der Fahrtrichtung 100 Meter weiter stehen.

Der Unfallverursacher wurde leicht verletzt - er gab an, kurz vor dem Unfall am Steuer eingeschlafen zu sein. Er wurde durch die eingetroffenen Rettungskräfte ärztlich erstversorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Der Opel-Fahrer blieb unverletzt.

Fünf Minuten später ereignete sich etwa 100 Meter dahinter ein Auffahrunfall, bei dem einer der Unfallbeteiligten einen wirklichen Schutzengel gehabt haben muss. Ein 28-jähriger Münchner näherte sich mit einem Audi A3 dem Stauende mit einer Geschwindigkeit von rund 120 km/h.

Als die Fahrzeuge vor ihm bremsten, reagierte er zu spät und fuhr auf einen auf der rechten Fahrspur stehenden Volvo auf. Durch die Wucht der Kollision wurde der Volvo unter die Mittelleitplanke der Autobahn  geschoben. Dessen 41-jähriger Fahrer aus der Schweiz blieb bei dem Unfall unverletzt - er hatte einen Schutzengel an Bord.

Der Audi überschlug sich nach dem Auffahren auf den Volvo und berührte noch das Heck eines 3er BMW, dessen 69-jährige Fahrerin aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck ebenfalls leicht verletzt wurde. Der Unfallverursacher und seine 22-jährige Beifahrerin erlitten durch das Unfallgeschehen leichte Verletzungen und standen unter Schockeinwirkung.

Bis auf den Volvo-Fahrer wurden die Unfallbeteiligten in umliegende Krankenhäuser gebracht. Bei beiden Unfällen entstand Sachschaden von rund 50.000 EUR.

Die A 96 war durch beide Unfälle in Richtung München drei Stunden lang komplett gesperrt, in Fahrtrichtung Landsberg war nur noch eine Fahrspur befahrbar. Es bildeten sich mehrere Kilometer Rückstau.




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