CSU-Parteitag
Pauli bittet Gott um Hilfe
26.09.2007 18:55 UhrMünchen/Fürth (AZ) - Der Himmel soll's richten: Die CSU-Rebellin und Landrätin von Fürth, Gabriele Pauli, will vor dem Parteitag, auf dem sich sich um den CSU-Vorsitz bewirbt, Gott um Hilfe bitten.
Das verriet die Kandidatin der Illustrierten Bunte, deren neueste Ausgabe sie auf dem Titel ziert - nackt und nur in eine wehende weiß-blaue Rautenfahne gehüllt. Pauli erklärte: "Ich werde von Gott geführt und kann mich darauf verlassen, dass er für mich das Richtige findet".
Dass die 50 Jahre alte Politikerin, die schon mit Perücke und Latexhandschuhen für Illustriertenfotos posierte, inzwischen ein Image als "Sexsymbol der deutschen Politik" hat, stört sie laut Bunte nicht. "Das war ja nicht beabsichtigt. Aber wenn es dazu beiträgt, etwas von den starren Regeln, die viele Menschen im Kopf haben, zu nehmen, dann soll es mir recht sein".
Zu den neuen Fotos mit der Bayernfahne auf nackter Haut, die auf einer Wiese nahe ihres fränkischen Wohnorts Zirndorf entstanden sind, äußert sich Gabriele Pauli, die für die Ehe auf Zeit kämpft, geradezu euphorisch. "Der Himmel weiß-blau, die Rauten dem Himmel nahe, so wie wir Bayern uns fühlen. Die Fotos stehen für Freiheit, Lebensfreude, auch für Ruhe und Kraft. Sie haben auch etwas Gottbezogenes. Weil der Himmel strahlend über mir steht. Er meint es gut mit uns."
Im Kampf um den CSU-Vorsitz hat die Außenseiterkandidatin ihren Konkurrenten Horst Seehofer scharf angegriffen. Pauli warf dem Bundesagrarminister in einem Interview des Hörfunksenders Antenne Bayern eine Doppelmoral vor. "Jeder kann ja so leben, wie er will, aber Glaubwürdigkeit ist, dass man dann nicht in ein Parteiprogramm was anderes reinschreibt", sagte Pauli mit Blick auf die außereheliche Beziehung Seehofers, aus der ein Kind hervorging.
Wenn man als CSU-Politiker den besonderen Schutz der Ehe im Parteiprogramm verfechte, sollte man entweder danach leben oder akzeptieren, dass die Lebenswirklichkeit vieler inzwischen anders sei.













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