Elefantenbaby
Münchner Zoo-Nachwuchs lässt die Kassen klingeln
08.02.2010 10:34 UhrSendungen über Tiere wie "Zeit für Tiere" oder "Nashorn, Zebra & Co." bescheren nicht nur den Fernsehsendern gute Einschaltquoten. Auch in den Zoos macht sich die vermehrte Präsenz von Tieren im Fernsehen bemerkbar.
Im vergangenen Jahr kamen wieder rund eine halbe Million Besucher in den Augsburger Zoo. Damit ist der Zoo mit seinen 280 Tierarten die Nummer eins unter den touristischen Zielen in Augsburg. "Seitdem die Tier-Sendungen im Fernsehen laufen, kommen die Menschen häufiger und vermehrt in den Zoo", berichtet Zoo-Kurator Wilhelm Möller. Flocke, Knut und Co. haben ihr Übriges dazu beigetragen. Bei Tierbabys ist der Kuschelfaktor eben ganz besonders hoch.
Derzeit beschert Elefantenbaby Jamuna Toni dem Münchner Tierpark Hellabrunn einen neuen Besucherrekord. Jamuna Toni ist der erklärte Liebling der Besucher.
Seit der Geburt des Elefantenbabys sind die Besucherzahlen derart in die Höhe geschnellt, dass Walter Schmid, der kaufmännische Direktor des Tierparks, sogar vom "Jamuna Toni-Effekt" spricht.Mit diesem leistete das süße Elefantenbaby dem Rekord von mehr als 1,4 Millionen Besuchern in 2009 in letzter Sekunde noch einen guten Schub. Vom Tag ihrer Geburt am 21. Dezember bis Ende 2009 waren das zusätzliche rund 9300 Besucher.
Die Zoo-Führung hofft deswegen, dass der Jamuna Toni-Effekt noch einige Zeit anhält. In der aktuellen Besucherstatistik wird das bereits deutlich. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Besucher allein im Januar um 50 Prozent gestiegen.
Das Münchner Elefantenbaby ist derzeit sogar so gefragt, dass es eine eigene Internetseite hat. Außerdem gibt es Jamuna Toni bereits auf Tassen, Mousepads und Buttons - und demnächst wohl auch auf Postern.
Wilhelm Möller vom Augsburger Zoo kann diesen Aufwand nur bedingt verstehen. Für den Zoo sei es finanziell sicherlich gut. "Aber ob das für das Tier wirklich das Beste ist, wage ich zu bezweifeln."
Der Augsburger Zoo hat derzeit keinen besonderen Besuchermagnet wie Jamuna Toni. Daher ist es, wie meist um diese triste und kalte Jahreszeit, etwas ruhiger im Zoo.
Dennoch gibt es auch in Augsburg unter den rund 1500 Tieren ein paar, die bei Groß und Klein ganz besonders beliebt sind. "Bei den Seebären und Seehunden ist immer ziemlich viel los", erzählt Möller. Vor allem wenn um 14 Uhr bei Nico, Tinka, Hexe, Benga, Namba, Bolle und den Seehunden Fütterung angesagt ist.
Eine andere Attraktion für Besucher sind laut Möller die Erdmännchen. Und das nicht nur weil sie untereinander sehr aktiv sind, sondern weil sie auch auf die Besucher reagieren. "Die Besucher mögen es, wenn es im Gehege lebhaft zugeht."
Lebhaft wird es auch schon bald bei den Rappenantilopen zugehen. Denn Antilope Agnetha erwartet Nachwuchs. Viele Besucher erhofft sich die Zooleitung auch durch ein neues Affengehege. Es wird das einzig begehbare Affengehege in Bayern sein und vielleicht schon bald die neuen Lieblinge im Augsburger Zoo beherbergen. (dpa, utb)














Drei große Ereignisse bewegen Augsburg und die Region in diesem Jahr - ein Prozess, ein Jubiläum und eine Ausstellung.
