Kruzifix in Klassenzimmern
Augsburgs Bischof Mixa: Kreuz-Urteil ignorieren!
12.11.2009 14:15 UhrAugsburgs Bischof Mixa fordert, das Kreuz-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte "schlichtweg zu ignorieren".
Der Gerichtshof hatte Anfang November entschieden, dass christliche Kreuze in staatlichen Klassenzimmern die Religionsfreiheit verletzten. Das Kruzifix nehme Eltern die Freiheit, ihre Kinder nach ihren eigenen Glaubensgrundsätzen zu erziehen. Das verstoße gegen die Menschenrechtskonvention.
Geklagt hatte eine Italienerin. Das Straßburger Urteil gilt so zunächst einmal auch nur für Italien - wobei es Bürger anderer Staaten ermutigen könnte, nun ebenfalls gegen Kreuze im Klassenzimmer zu klagen. Entsprechend löste die Entscheidung der Straßburger Richter europaweit Kritik aus.
So jetzt auch bei Augsburgs Bischof. Walter Mixa rief die politisch Verantwortlichen dazu auf, das Urteil des Gerichtshofs für Menschenrechte "schlichtweg zu ignorieren". Die Entscheidung sei „eine Missachtung der europäischen Kultur und eine Verachtung der Menschenrechte durch die Straßburger Richter“, sagte Mixa.
Die Anwesenheit des Kreuzes als Menschenrechtsverletzung zu deklarieren, sei eine Verachtung der Menschenrechte durch die Straßburger Richter und stelle den Menschenrechtsgerichtshof als moralische Instanz des Europarates in Frage, so der Augsburger Bischof in einer Erklärung weiter. „Wenn wir unsere europäische Kultur nicht selbst zerstören wollen, müssen wir endlich wieder den Grundsatz anerkennen, dass Minderheiten auch in gewissem Maße im öffentlichen Leben die Kultur der Mehrheit akzeptieren müssen.“













Aktionen & Angebote
Drei große Ereignisse bewegen Augsburg und die Region in diesem Jahr - ein Prozess, ein Jubiläum und eine Ausstellung.
