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AEV siegt im Penaltyschießen

Scherben bringen den Panthern Glück

09.10.2009 20:21 Uhr

Es war am Freitag ein spektakuläres Eishockeyspiel in der Nürnberger Arena: Zehn Tore bekamen die 4273 Zuschauer in der regulären Spielzeit zu sehen, dazu vier Penaltys, am Ende triumphierten die Augsburger Panther bei den gastgebenden Ice Tigers mit 6:5 (1:2, 2:3, 2:0) in der Zusatzschicht.


Die Mannschaft von Trainer Larry Mitchell verdiente sich mit sehr ansehnlichem Offensivspiel und Kampfgeist die zwei Punkte. Erst 19 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit gelang Connor James der Ausgleich zum 5:5. Dann verwandelten Colin Murphy und Tyler Beechey ihre Penaltys, während Dennis Endras keinen Treffer mehr zuließ. Ein Handicap für Sonntag: Der Amerikaner Brett Engelhardt ist im Heimspiel (18.30 Uhr) gegen die Iserlohn Roosters gesperrt.

Im ersten Drittel dominierte Augsburg und lag dennoch nach 20 Minuten mit 1:2 zurück. Innerhalb von 12 Sekunden kassierten die Gäste in der 11. Minute zwei Treffer durch Brad Leeb und Petr Fical – einen in Unterzahl, einen, als eine Strafe angezeigt war. 34 Sekunden später verkürzte Colin Murphy für die Panther, die anschließend auf den Ausgleich drängten.

Selbst als Brett Engelhardt nach Meinung von Schiedsrichter Rick Looker den Nürnberger Alain Nasreddine per Kniecheck zu Boden beförderte (18.) und dafür eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt, hatten die Augsburger durch Murphy und Matt Ryan das 2:2 auf dem Schläger.

Als ausgerechnet der agile Murphy zu Beginn des Mittelabschnitts die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone brachte, gelang den Nürnbergern durch Brad Leeb das 3:1 (21.). Augsburg war nur kurz geschockt und zeigte, wie erfolgreich es sein kann, wenn es zum Stilmittel „Schlagschuss“ greift. Die Versuche schlugen zwar fehl, aber Chris Collins (27.) sowie Rhett Gordon (29.) verwandelten die Abpraller und glichen zum 3:3 aus. Die Panther hatten sogar die Chance zur Führung (Murphy und Olver), die Tore fielen auf der Gegenseite. Zunächst tanzte Andre Savage drei Panther aus (36.), dann traf Shane Peacock bei 5:4-Überzahl (40.).

Im Schlussdrittel schloss Thomas Jörg einen Alleingang in Unterzahl zum 4:5 ab (53.). 76 Sekunden vor dem Ende ging eine Glasscheibe an der Bande zu Bruch und sorgte für eine unfreiwillige Auszeit. Ob die Scherben Glück brachten oder ob Trainer Mitchell in der Zwangspause die richtigen Worte fand – nach der Unterbrechung jedenfalls kam die Wende.

Peter Deininger




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