Seit Mitte November war Asina in den Wäldern rund um Adelzhausen unterwegs. Jetzt ging die Flucht des schottischen Hochlandrinds zu Ende. Von Evelin Grauer


Ihr Besitzer, der niederbayerische Landwirt Josef Engelhardt, fing das Tier mit mehreren Helfern ein.
Wie berichtet, stutze die fünfjährige Asina mit ihren Artgenossen das Gras an der A 8 zwischen München und Augsburg. Der Job schien ihr aber nicht mehr zu gefallen. Sie sprang beim Verladen von einem Transporter und flüchtete in den Wald. Engelhardt versuchte seitdem, sie mit diversen Tricks zu fangen, etwa Artgenossen, die sie anlocken sollten.
Zum „Verhängnis“ wurde der Kuh jetzt der Strick, den sie beim Ausreißen um den Hals hatte. Dieser war mittlerweile gefroren und fest wie ein Stock. Damit blieb das Rind zwischen den beiden Stämmen einer kleinen Fichte hängen. Ein Spaziergänger fand sie und informierte den Landwirt.
„Sie kann von Glück sagen, dass sie entdeckt wurde. Bei Minus 15 Grad ohne Wasser und Futter hätte sie wohl nicht lange überlebt“, sagt Engelhardt.
Trotzdem ließ sich Asina nur widerwillig einfangen. Engelhardt verlängerte zunächst den verhedderten Strick und band sie an einem dickeren Stamm fest. Am nächsten Tag rückte ein Harvester an, ein land- oder forstwirtschaftlicher Vollernter. An diesen angebunden, wurde Asina – mittlerweile mit mehreren Seilen gesichert – aus dem unwegsamen Gelände und danach auf einen Hänger gezogen.
Danach nahm sie Engelhardt mit in seine Heimat Gangkofen, wo sie sich jetzt auf einer Weide in Gesellschaft eines Bullen von den Strapazen erholt. Sie soll zukünftig in einem Projekt untergebracht werden, bei dem die Rinder nicht umherwandern. „Dafür ist sie zu nervös“, erklärt Engelhardt.



Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: