Feuerwehren im Gemeindegebiet Aindling wollen stärker zusammenarbeiten


Aindling Im vergangenen Jahr hatte es bei der Führung der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Aindling einen Generationswechsel gegeben. Ein komplett neuer Vorstand musste sich bewähren. Um es vorweg zu nehmen: Er schaffte dies mit Bravour. Bürgermeister Tomas Zinnecker lobte die beiden Frauen und die Männer um den ersten Vorsitzenden Hermann Schmid: „Eine ganz klasse Arbeit.“
Dabei blickte Zinnecker nicht nur auf das dreitägige Marktfest 2011, das es „ohne unsere Feuerwehr gar nicht gegeben hätte“. Vieles hat der neue Vorstand angestoßen. So werden künftig bei Fortbildungen die Wehren aus Pichl-Binnenbach, aus Stotzard und Aindling gemeinsam für bessere Auslastung der Kurse etwa in der Trupp-Mann-Ausbildung sorgen. Außerdem sind koordinierte Übungen geplant, wie Kommandant Sebastian Rieder berichtete. „Es macht Spaß“, sagte der erste Vorsitzende Hermann Schmid über sein Ehrenamt und zählte die Ereignisse auf. „Wenn wir zum Aufbau am Marktfest zwölf Leute eingeteilt haben und es kommen 20, die auch wirklich anpacken, so ist es eine Freude, hier dabei zu sein“, so Schmid. Er führte weiter aus: Insgesamt seien allein beim Marktfest 50 Feuerwehrler im Einsatz gewesen und weitere hätten sich engagiert, um die Gäste aus der Partnergemeinde Fürstenfeld zu beherbergen.
Ungebrochen hoch ist das Ansehen, das sich die Floriansjünger in der Bevölkerung rund um den Markt Aindling mit ihrem Einsatz in Sachen Ersthilfe erarbeitet haben. Selbst am Abend der Generalversammlung mussten zwei First-Responder-Gruppen nach Alarm-Meldungen auf den Handys ausrücken, um Erste Hilfe zu leisten (einmal Herzinfarkt und einmal Atemnot). „Große Beträge an Spenden zeugen von der Wertschätzung für die First Responder“, sagte Schmid, was Kassier Martin Riepold in seinem Bericht mit Zahlen belegte.
Dorfjugend Neukirchen spendet für First Responder
Für Schmid sind diese Spenden „Geschenke – aber auch eine große Verantwortung“. Als Beispiel für die Hochachtung der Leistungen der First-Responder-Einsatzgruppe der Feuerwehr Aindling nannten sowohl Schmid als auch Kassier Martin Riepold die Dorfjugend von Neukirchen (Gemeinde Thierhaupten). Sie hat 1500 Euro zur Unterstützung der First Responder nach Aindling überwiesen. Für diese Meldung und selbstverständlich für das Engagement der Neukirchener Jugend gab es spontanen Applaus.
Schriftführerin Cathleen Witzenberger verstand es, ihren Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr mit witzigen Episoden zu würzen. Da war zum Beispiel der platte Reifen am Auto von Michael Poletty. Im Anschluss an einen First-Responder-Einsatz musste er den schlappen Pneu wechseln, wobei ihm vier Mann allein mit Worten zur Seite standen.
Viel Lob gab es für eben diesen Michael Pollety wegen seines äußerst erfolgreichen Engagements als Jugendleiter der Wehr. Nachdem er beruflich stark gefordert ist, gab er dieses Amt nun ab. Seine Nachfolger sind Tobias Schön und Christoph Hammerl. „Ihr wisst schon, dass ihr beiden die wichtigsten Männer dieser Wehr seid“, gab der neue Kreisbrandrat Ben Bockemühl den beiden mit auf dem Weg und ergänzte: „Wenn du nicht funktionierst, sind die anderen Vorstandsmitglieder bald überflüssig.“
Der seit dem 1. November in diesem Amt befindliche Bockemühl freute sich über die sich abzeichnende überörtliche Zusammenarbeit bei den Wehren aus der Großgemeinde Aindling und über das „wahnsinnig aktive Vereinsleben“ am Lechrain. Bezeichnend für die hohe Identifikation mit der Arbeit der Wehr war die einzige Nachfrage im letzten Tagesordnungspunkt. Florian Hirsch von der Jugendfeuerwehr beantragte mehr Atemschutzübungen für seine Altersklasse.
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