Dienstag, 12. Dezember 2017

19. Oktober 2015 15:04 Uhr

Jubiläum

Eine Gemeinschaft, die Kraft gibt

Die Selbsthilfegruppe Aichach-Friedberg für Krebsnachsorge feiert in Sulzbach ihr 30-jähriges Bestehen. Die Grußworte sind geprägt von Respekt und Bewunderung. Von Anna Schmid

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So trist das Wetter draußen ist mit Nebel und Nieselregen, so warm und herzlich ist am Samstagnachmittag der Empfang im herbstlich dekorierten Saal des Schützenheims Adlerhorst in Sulzbach. Hier wird das 30-jährige Bestehen der Selbsthilfegruppe Aichach-Friedberg für Krebsnachsorge gefeiert. Gegründet 1985 durch den ehemaligen Friedberger Stadtrat Rudi Oertl mit 15 Mitgliedern, hat sich eine große Gemeinschaft entwickelt.

Nach einer Dank- und Gedenkmesse in der Pfarrkirche St. Verena in Sulzbach kommen 110 Menschen im Schützenheim zusammen, um den Anlass gebührend zu feiern. Elisabeth Eggers, die Leiterin der Selbsthilfegruppe, sagt über das Jubiläum: „Es ist eine ganz große Freude.“ Sie erzählt von einem Gruppenabend in der vorherigen Woche, bei dem auf die 30 Jahre mit Fotos und Filmen zurückgeblickt worden war. „So eine schöne Gemeinschaft, so viele lachende Gesichter“, stellt sie fest. Dann fordert sie dazu auf, auch an jene zu denken, die nicht mehr bei der Gemeinschaft sein können, und an die, die im Krankenhaus gegen den Krebs kämpfen.

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Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko beschreibt seine sehr persönliche Beziehung zu der Selbsthilfegruppe. Seine Mutter sei einst selbst eine Betroffene gewesen, erzählt der Politiker. Mithilfe der Kraft und der wertvollen Arbeit der Ehrenamtlichen habe sie den Krebs überstanden. Großen Applaus erntet Tomaschko, als er Eggers und ihre Gruppe in den Bayerischen Landtag einlädt, inklusive Busfahrt und Mittagessen. Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann drückt seinen größten Respekt und seine Bewunderung für den unbeugsamen Willen der Selbsthilfegruppe aus. „Hilf dir selbst, so wird dir der Himmel helfen“, fügt er hinzu. Lob in allen Facetten gibt es für die Selbsthilfegruppe auch von Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann und Markus Besseler, Geschäftsführer der Bayerischen Krebsgesellschaft. Schirmherr Landrat Klaus Metzger ist wegen Krankheit verhindert. Zum Artikel: Die Diagnose Krebs ändert alles

Die Singgruppe unter der Leitung von Ursula Späth singt das Lied „Hast du heute schon gelebt?“. Das Lied bringt Gesichter zum Strahlen und Bewegung in die Gäste. „Hast du heute schon geliebt? Anderen eine Freude gemacht?“, singen die Chormitglieder mit kraftvollen Stimmen und ungebrochener positiver Ausstrahlung.

Es herrscht allgemein eine vergnügte, herzliche Stimmung. Petra Utzt aus Ried bei Mering, selbst Betroffene und Mitglied, verfolgt das Geschehen mit einem Lächeln. „Es ist ein schönes Gefühl“, sagt sie über die Gemeinschaft. Es werden Rosen und Umschläge verteilt, Handschläge und herzliche Worte getauscht.

Nach dem offiziellen Teil wird das Kuchenbuffet eröffnet, und es beginnt der Teil, der so kennzeichnend für die Selbsthilfegruppe ist: Gemütliches Beisammensein, gute Gespräche, herzliches Lachen.

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