Ländliches Seminar in Inchenhofen hat mit rund 120 Zuhörern begonnen

Inchenhofen. Der erste Vortragsabend im Rahmen des Ländlichen Seminars der Pfarrei St. Leonhard in Inchenhofen stand unter dem Motto „Wie viel Mama (Papa) braucht ein Kind? – Eltern zwischen Familie und Beruf und was ist mit Oma und Opa?“. Zu dem Vortrag des Landvolkreferenten Roman Aigner begrüßte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Schweizer rund 120 Zuhörer.
Aigner zeigte auf, wie schwierig es für Paare in dieser Zeit ist, sich für eine Familie zu entscheiden. „Frauen wollen eine gute Mutter sein, aber auch die Karriere nicht hinten lassen“, so Aigner. Sehr oft könnten es sich Eltern nicht leisten, in Elternzeit zu gehen und seien auf Fremdbetreuung angewiesen.
Statistiken zeigen laut Aigner immer wieder auf, dass der Einfluss in der Familie stärker und intensiver ist als in der Fremdbetreuung. „Generell ist Fremdbetreuung nicht schlecht. Außerfamiliäre Betreuung sollte stufenweise passieren“, so Aigner. Oft sei in den Medien auch die Rede von „Primetime-Mamas“, „Qualitätsmamas“ oder „überbehütende Mamas“. „Mütter sollten sich nicht überfordert fühlen. Es ist wichtig, dass die Eltern selbst entscheiden, was die richtige Erziehung ihrer Kinder ist“, so Aigner. Gerade in anderen europäischen Ländern wie Italien oder Spanien würden die Mütter in der Gesellschaft eine viel höhere Wertschätzung genießen. Eltern bräuchten wieder viel mehr Respekt in unserer Gesellschaft, so der Referent. Opas und Omas sollten Verständnis für die jungen Familien aufbringen. Sie könnten Ratschläge gerne mit einbringen, sollten aber die Entscheidungen der Eltern akzeptieren.
Die Zuhörer konnten sich verschiedene Tipps und Empfehlungen mit nach Hause nehmen. (sws)
Termin Der nächste Vortrag findet am Donnerstag, 26. Januar, nach der Abendmesse um 20 Uhr im Landgasthof Voglbräu zum Thema „Was ist mir der andere wert? Hinschauen statt wegschauen“ von Landvolkpfarrer Rainer Remmele statt. Jeder Interessierte ist dazu willkommen.
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