Mittwoch, 17. Januar 2018

30. Dezember 2017 05:37 Uhr

Rückblick

Erfolge, Emotionen und ein Abschied

Das Jahr 2017 war für einige Menschen aus dem Wittelsbacher Land ein besonderes. Einer wurde Bobweltmeister, ein anderer traf den Papst und ein Elternpaar bekam Drillinge. Von Samuel Jacker

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Das Jahr 2017 ist fast vorbei. Einigen Menschen im nördlichen Teil des Wittelsbacher Land wird es als ein besonderes in Erinnerung bleiben. Sei es, weil sie etwas Schönes oder Außergewöhnliches erlebt haben. Sei es, weil sie ein besonderes Amt übernommen oder abgegeben haben. .

Dreifache Mutter geworden Jeannine Hackl aus dem Hollenbacher Ortsteil Igenhausen bezeichnet 2017 als „Jahr mit ganz vielen Glücksmomenten“. Nach der Geburt ihrer drei Söhne im März hat sich einiges in der Familie geändert. Ein neues Auto wurde gekauft, um den Kindern gerecht zu werden. „Auch das Haus wurde an die Entwicklung der Kinder angepasst. An der Treppe und am Ofen sind Sicherungen angebracht“, sagt Hackl. Der Pflegedienst unterstütze sie seit Dezember allerdings nicht mehr. Somit hätten sie und ihr Mann nur dann Pause, wenn die Drillinge schlafen. Die Nächte seien insgesamt aber ruhiger geworden. Die Dreimonatskoliken der Buben sind mittlerweile überstanden. Alles andere wie zum Beispiel die ersten Zähne gehöre zur normalen Entwicklung der Kinder, sagt die Mama. Das Jahr 2017 ist für sie und ihren Mann Thomas auch eines, in dem sie viel Unterstützung erhielten. Dafür sind die beiden dankbar.

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Audienz beim Papst Alles begann mit einer Fotocollage unter dem Motto „Daumen hoch für Papst Franziskus“. 400 Menschen aus der Pfarreiengemeinschaft Aichach sind darauf zu sehen. Deshalb wurden der Aichacher Stadtpfarrer Herbert Gugler und der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rupert Jung in den Vatikan geladen, um das Bild dem Papst persönlich zu übergeben. Mit einer elfköpfigen Delegation fuhren sie nach Rom. Die Aktion wirke noch immer nach, sagt der Stadtpfarrer: „Bei der Gemeinde und mir ist es immer noch ein Thema und ein freudiges Ereignis.“ Auch Papst Franziskus habe sich sehr über den Gruß gefreut. „Als ich ihm begegnet bin, war er wie eine Lichtgestalt. Er ist menschlich, herzlich und warmherzig.“ Sogar der Vatikan habe die Dimensionen der Aktion erkannt, freut sich Gugler. Auch der Lokalsender Augsburg.TV berichtete in einer halbstündigen Talkshow über die Aktion. „Das zeigt, dass das Bild über die Stadtgrenzen hinaus eine große Wirkung hat“, freut sich Gugler. Auch in seiner früheren Pfarreiengemeinschaft Dinkelscherben (Landkreis Augsburg) hätten ihn Leute darauf angesprochen.

Bobfahrerwird Weltmeister Der amtierende Weltmeister im Viererbob, Matthias Kagerhuber, ist mit der ersten Hälfte des Jahres hochzufrieden: „Es war ein besonderer Höhepunkt, auf der Heimbahn den Titel zu holen“, sagt der Affinger. Seit zehn Jahren übt er diesen Sport nun aus. „Auf den Erfolg durfte ich so lange warten“, sagt er über die Bob-WM in Berchtesgaden. Besonders gefreut habe er sich, als er sich ins goldene Buch seiner Heimatgemeinde Affing eintragen durfte. „Wenig später durfte ich mich in das goldene Buch des Landkreises eintragen. Das waren beides Höhepunkte.“ Vor Weihnachten standen die Leistungstests für die Olympischen Winterspiele in Südkorea an. Am 14. Januar nominiert der Deutsche Olympische Sportbund seine Athleten. Kagerhuber hofft, dabei zu sein.

ZumKreisbrandrat gewählt Christian Happach aus Aichach ist zufrieden: „Bisher läuft es gut. Ich habe mich gut eingelebt“, sagt er. Im Juni wurde er mit großer Mehrheit zum Kreisbrandrat gewählt. „Das neue Amt ist zwar viel Arbeit, das habe ich aber vorher schon gewusst.“ Viele Aufgaben ließen sich gut delegieren. Auch die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt verlaufe gut. Mit den Feuerwehren zusammenzuarbeiten sei besonders schön, berichtet Happach. Davon gibt es im Landkreis insgesamt 104. Der Großeinsatz bei einem Brand in der Dasinger Western-City sei dagegen der bislang Forderndste gewesen: „Das vergisst man nicht so schnell.“ Happach war im Juli Einsatzleiter bei dem Brand und koordinierte mehr als 400 Feuerwehrleute.

Abschied vom Bundestag Zweieinhalb Jahre saß Iris Eberl aus Aichach als Nachrückerin im Bundestag. Bei der Wahl im September verpasste sie den erneuten Sprung nach Berlin. An ihre dortige Zeit denkt Eberl gerne zurück: „Der Bundestag ist einer der schönsten und interessantesten Arbeitsplätze in unserem Land.“ Eberl sagt, sie hätte sich gerne weiter „für ein Leben in Frieden und Freiheit“ eingesetzt – „gerade jetzt, da scheinbar alles in Frage gestellt wird“. Dennoch freue sie sich, „einiges angeregt und angestoßen zu haben“. So habe sie, als eine Delegation des Europa-Ausschusses mit Jean-Claude Juncker sprach, für die Europäische Union eingefordert, die Kommission solle die Vielfalt der Länder und Regionen als Vorteil begreifen.

Zum Februar wird die 59-Jährige stellvertretende Leiterin des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen (wir berichteten). Einige Themen wie Draghis Nullzinspolitik will sie im Unterricht aus einer anderen Perspektive unterrichten. Die Kritik an der Stellenvergabe an sie ohne Ausschreibung kontert sie knapp: „Ich bin bayerische Beamte und vertraue meinem dienstherrn“, dem Kultusministerium. (mit nsi)

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