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06. Juli 2011 00:13 Uhr

Polizeireport

Großbrand in Sielenbach

Maschinenhalle und Werkstatt eines Bauernhofes brennen komplett aus. Sieben Feuerwehren verhindern Übergreifen der Flammen auf Wohnhaus. Bewohner gerettet

Sielenbach Die Maschinenhalle und die Werkstatt eines Bauernhofes am Mühlweg in Sielenbach sind gestern fast vollständig abgebrannt. Den Übergriff der Flammen auf das Wohnhaus, das an die Werkstatt angebaut ist, konnten die Feuerwehren verhindern. Alle Bewohner des Hofes wurden rechtzeitig gerettet. In der 50 Meter langen Halle hatte der Bauer seine Landmaschinen abgestellt. Daneben lagerte er dort Heu und Stroh.

Der Bruder des Hofbesitzers hatte den Brand gegen 12.15 Uhr wahrscheinlich als Erster bemerkt. „Ich habe gesehen, dass da das Heu brennt“, erzählte er noch während des Einsatzes. Danach habe er den Traktor weggefahren, der vor der Halle geparkt war, und sei zu einem Nachbarn gelaufen, um die Feuerwehr zu benachrichtigen. Die Maschinen in der Halle konnte er nicht herausfahren. Zu diesem Zeitpunkt war schon nichts mehr zu retten.

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Laut einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord in Augsburg stand die Gerätehalle schon vollständig in Flammen, als die Feuerwehren eintrafen. Ein Zeuge berichtete vor Ort, dass die Heuballen innerhalb von 30 Sekunden bis unter die Decke gebrannt hätten, wodurch das Dach Feuer fing und später einstürzte.

Deshalb konnten die Einsatzkräfte aus Sielenbach, Tödtenried, Adelzhausen, Dasing, Aichach, Friedberg und Rieden-Tattenhausen nicht mehr verhindern, dass die Halle abbrannte. Das Feuer griff auch auf die benachbarte Werkstatt über, die ebenfalls zum größten Teil ein Opfer der Flammen wurde.

Die Feuerwehren konzentrierten sich, unter Führung von Kommandant Bernhard Bichler von der Feuerwehr Sielenbach, auf die Werkstatt, um das Feuer vom Wohnhaus und der alten Mühle fernzuhalten. Diese beiden Teile des 100 Meter langen Gebäudekomplexes konnten laut Polizei gerettet werden.

Da der Landwirt seinen Stall gerade neu baut, der sich wenige Meter neben der Werkstatt befindet, stehen auf dem Hof zurzeit keine Rinder. Tiere wurden also genauso wenig von den Flammen verletzt wie Menschen. Mit der Halle und der Werkstatt verbrannten neben landwirtschaftlichen Geräten auch die Solarzellen auf dem Dach. Auf der Wiese hinter dem Hof lagen nach dem Brand überall Splitter der Photovoltaikanlage. Die Polizei geht von einem Sachschaden weit im sechsstelligen Bereich aus. Genaue Zahlen sind noch nicht bekannt.

Zur Brandursache machte die Polizei gestern ebenfalls noch keine Angaben. Dies sei erst nach Abschluss der Ermittlungen möglich, die zurzeit von der Kripo Augsburg geführt werden. Die Beamten wurden am Dienstagnachmittag von einem Polizeihubschrauber unterstützt, der Luftbilder von der Brandstelle aufnahm.

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