Freitag, 23. Februar 2018

04. Februar 2018 11:28 Uhr

Affing

Hohe Kosten statt Verdienst

Mit der Alten Säge Kling an der Ach wollte die Gemeinde Affing regenerativ Strom erzeugen. Stattdessen soll sie jetzt viel Geld investieren.

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Ins Geschäft mit regenerativen Energien einsteigen – das war die Vision, als die Gemeinde Affing die Alte Säge Kling in Mühlhausen kaufte. Zum Geldverdienen durch eine Stromerzeugung per Wasserkraft ist es nie gekommen. Das galt nach Untersuchungen als nicht wirtschaftlich. Stattdessen ist die Kommune nun verpflichtet, das Gewässer zurückzubauen. Investitionsbedarf: 350000 Euro. Noch dazu scheint sich die Hoffnung, wenigstens das Grundstück verwerten zu können, nicht zu erfüllen.

Die neueste Entwicklung, die Wolfgang Deffner und Maximilian Huber vom Ingenieurbüro Sweco präsentierten, löste im Gemeinderat keine Freude aus. Dieser war im September davon ausgegangen, dass 150000 Euro reichen, um die Friedberger Ach zu „befreien“ und dabei den Fischen wieder freie Bahn zu verschaffen. Dazu ist die Kommune als Besitzer verpflichtet. Sie sollte das ursprünglich bis Mai erledigen.

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Einen Aufschub bis Jahresende haben die Behörden inzwischen signalisiert. Denn ihnen gefällt die Variante nicht, für die sich der Gemeinderat im vergangenen September ausgesprochen hatte. Sein Ziel war es, einen Teil des Grundstücks für eine eventuelle Bebauung freizuhalten. Die Ach mache einen zu steilen Knick, habe zu wenig Platz, erhalte gar Kanalcharakter und fließe zu nah an der Wohnbebauung – so lauteten Kritikpunkte der Fachbehörden. Huber präsentierte nun eine neue Lösung, bei der die Ach großzügig in Kurven fließen darf. Allerdings wäre dafür das ganze Grundstück nötig. Und er informierte über Kostensteigerungen, die auch die ursprüngliche Variante verteuert hätten. Inzwischen ist man bei 350000 Euro angelangt.

Gerhard Faltermeier wollte das so nicht hinnehmen. Er sprach von einer Zumutung. Die Gemeinde habe den Rückbau durch einen Grundstücksverkauf refinanzieren wollen. Man müsse „irgendwie versuchen, die Kosten für die Gemeinde im Griff zu halten.“ Faltermeier forderte deshalb, doch noch einmal zu untersuchen, ob eine Stromproduktion realisiert werden könnte. Er schlug auch eine neue Planung vor, in der beide Varianten gemischt werden. Insgesamt stimmten 16 Gemeinderäte für seinen Vorschlag. Dagegen waren Carlos Waldmann, Georg Brandmeier und Xaver Lindermeir.

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Ein Artikel von
Carmen Jung

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