Die Grußformeln sind für die Schulleiter im Kreis Aichach-Friedberg kein Problem. Im Gegenteil: So mancher findet seine Schüler freundlicher als die in Augsburg

Von Rosalie Appel
Aichach-Friedberg Zur „Hallo“- und „Tschüss“-freien Zone wurde kürzlich eine Passauer Mittelschule erklärt (wir berichteten). Ähnliches droht Schülern im Wittelsbacher Land nicht, wie unsere Umfrage bei einigen Schulen ergab. Für die meisten Schulleiter stellen diese umgangssprachlichen Grußformeln kein Problem dar. In einem Punkt sind sich aber alle einig: Die Schüler sollten überhaupt freundlich grüßen.
Petra Seibert, Rektorin der Mittelschule St. Nikola in Passau, hat die umgangssprachlichen Grußformeln von ihrer Schule verbannt. Ihr Hauptanliegen ist, dass sich ihre Schüler später bei der Jobsuche nicht blamieren. „Grüß Gott“ und „Auf Wiedersehen“ sind ihrer Ansicht nach in Bayern die richtigen Grußworte.
Im Wittelsbacher Land sehen die meisten Schulleiter das Thema nicht so eng. So streng wie seine Passauer Kollegin will Franz Negele, Rektor der Geschwister-Scholl-Mittelschule in Aichach, nicht sein: „Es stört mich aber, wenn jemand ins Büro reinkommt und nicht ordentlich grüßt.“
Johannes Kaiser, Konrektor der Realschule im Affinger Ortsteil Bergen, stört ein „Hallo“ von Schülern nicht. Er hat festgestellt: „In Affing gibt es immer noch mehr Schüler, die Grüß Gott sagen, als in Augsburg.“
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