Beim Regionalentscheid von Jugend forscht und Schüler experimentieren werden fünf Projekte vorgestellt, an denen Jugendliche aus dem nördlichen Wittelsbacher Land und den Nachbarkreisen mitgearbeitet haben Von Benjamin Büchner


Aichach-Friedberg Forschung findet ihren Anstoß oft in ganz alltäglichen Dingen. Auch bei den Wettbewerben Jugend forscht und Schüler experimentieren. Heute beginnt in Augsburg der Regionalentscheid. An fünf Projekten, die dort vorgestellt werden, sind Schüler aus dem nördlichen Wittelsbacher Land beteiligt.
Simon Strobl aus Inchenhofen hat mit seinem Schulfreund Leon Hammer aus Augsburg ein automatisches Bewässerungssystem für Zimmerpflanzen entwickelt. „Die Idee beschäftigt mich schon seit zwei Jahren, weil wir nie wissen, wer die Pflanzen gießen soll, wenn wir im Urlaub sind“, sagt Simon. Nach sechs Monaten Arbeit haben Simon und Leon das Problem gelöst.
Feuchte Blumenerde hat einen geringeren elektrischen Widerstand, als trockene. Das war die Grundüberlegung der beiden 16-Jährigen. Also haben sie einen Apparat entwickelt, der diesen Widerstand messen kann. Er besteht aus zwei Nägeln als Sensoren in der Erde und mehreren elektrischen Bauteilen. Steigt der Widerstand über einen bestimmten Wert, wird ein Signal an einen Chip gesendet, der die Wasserpumpe steuert. Letztere pumpt so lange Wasser in den Blumentopf, bis der Widerstand wieder gefallen ist. Simon und Leon treten in der Kategorie Technik bei Jugend forscht an. Deshalb haben sie nicht genau berechnet, wie viel Wasser bestimmte Pflanzen brauchen. Das wäre ja „Biologie“. Es sei aber möglich die Pumpe genau einzustellen, wenn der Wasserbedarf einer Pflanze bekannt ist, meint Simon.
Blackbox Tobias Thummerer aus Affing ist bei Schüler experimentieren und Jugend forscht schon ein alter Hase. Dieses Jahr bringt er eine Blackbox für das iPhone in den bei Jugend forscht ein. „Ich denke, das meine Blackbox vor allem führ Autofahrer nützlich ist“, sagt Tobias.
Wer schon einmal einen Unfall hatte, kennt die Situation. Der Schaden ist da, wie es gekommen ist und wer der Schuldige ist, lässt sich oft nicht ermitteln. Flugzeuge haben für solche Fälle eine Blackbox, die alles aufzeichnen. Für Autos gibt es auch Blackboxes, sie kosten nur mehrere Hundert Euro.
Tobias hat eine viel einfachere Lösung gefunden. iPhones sind weitverbreitet und bringen alle technischen Möglichkeiten mit. Es fehlt nur die Software. Der junge Affinger hat sie entwickelt. Über GPS wird die Position und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs aufgezeichnet. Nach einem Unfall können die Daten ausgelesen werden, sodass sich der Hergang nachstellen lässt.
Energieschleuder Kuh Dominik Thummerer aus Affing, tritt in die Fußstapfen seines älteren Bruders Tobias. Er nimmt bei Schüler experimentieren teil und wollte wissen, wie effizient der Organismus einer Kuh arbeitet. Sein Ergebnis ist ernüchternd: Eine Kuh wandelt drei Viertel ihres Futters in Wärme um und verschwendet so einen großen Teil ihrer Energie.
Stevinade Limonade schmeckt gut, ist aber nicht gerade gesund. Benedikt und Sebastian Kosak aus Affing haben das geändert. Die Brüder haben Stevia-Pflanzen angebaut und sie zum Süßen ihre Limonade genutzt. Die Stevia wächst in Paraguay und hat die 300-fache Süßkraft von Zucker. Süßstoffe aus ihren Blättern enthalten außerdem keine Kalorien und schaden den Zähnen nicht.
Bildverwaltung Für Schüler experimentieren hat Johannes Ableitner aus Oberumbach (Pfaffenhofen an der Glonn) zusammen mit seinen Freunden Thomas Tiganus aus Augsburg und Dominik Stehle aus Kellmünz (Landkreis Neu-Ulm) eine Software entwickelt mit der aus vielen Bildern schnell ein tolles Fotobuch für den PC wird.
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