Mit 45 fängt die Leichtathletikkarriere bei Georg Reichhard erst richtig an. Mit Platz vier, fünf und sechs in der Tasche kehrte der Athlet der LG Aichach-Rehling von deutschen Seniorenmeisterschaften aus dem sächsischen Zittau zurück.
An drei Wettkampftagen absolvierte der Kühbacher seine drei Disziplinen. Am ersten Tag stand die Weitsprungkonkurrenz auf dem Zeitplan. Mit Platz vier am Ende feierte Reichhard einen gelungenen Einstand in seine ersten deutschen Meisterschaften. Allerdings hatte er während des Wettkampfs etwas mit den böigen Winden zu kämpfen und konnte deswegen mit 5,49 Metern nicht ganz die Leistung der "Bayerischen" wiederholen (5,81 Meter). Das ärgerte den LG-Athleten doch ein wenig, denn mit dieser Weite wäre der dritte Platz drin gewesen.
Viel Zeit zum Ärgern blieb dem "Schorsch" aber nicht, denn am nächsten Tag stand bereits der 100- Meter-Lauf an. Das persönliche Ziel für diese Disziplin war die Teilnahme am Endlauf. Im dritten Vorlauf musste Reichhard Vollgas geben. Nach 12,14 Sekunden erreichte er als Zweiter das Ziel und qualifizierte sich direkt für den Finallauf. Mit leichtem Rückenwind konnte er seine Zeit im Endlauf noch einmal verbessern und stellte mit 12,07 Sekunden einen neuen persönlichen "Altersrekord" auf. Diese Zeit bescherte ihm einen fünften Platz, womit er nach eigener Aussage "sehr zufrieden" ist.
Am letzten Tag der deutschen Seniorenmeisterschaften trat Reichhard noch über 200 Meter an. Auch hier wollte er gegen die starke Konkurrenz in den Endlauf kommen. Reichhard übertraf sich erneut selbst und war nach 24,80 Sekunden - wieder neuer Altersrekord - im Ziel. Wie am Vortag sollte auch diese Leistung für die Teilnahme am Endlauf reichen. Bei seinem letzten Start gab er noch mal alles und konnte ein weiteres Mal seine Bestzeit nach unten drücken. 24,52 Sekunden und der sechste Platz waren die Ausbeute dieses 200-Meter-Finales.
Reichhard war sehr zufrieden mit dem Verlauf der Wettkämpfe: "Ich hätte vorher nie geglaubt, dass am Ende derart gute Ergebnisse für mich rausspringen." Für das nächste Jahr hat er schon mal seine Gegner genau unter die Lupe genommen und sich den einen oder anderen Trick abgeschaut. Er will versuchen, einiges davon im Training bis zum nächsten Jahr umzusetzen. (mgl)
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: