Bis Mittwochabend hielten die Initiatoren des Volksbegehrens "Für echten Nichtraucherschutz" die Luft an. Dann sickerten die Stimmzahlen nach und nach durch. Im nördlichen Wittelsbacher Land jedenfalls wurde die Zehn-Prozent-Hürde in den meisten Gemeinden geknackt.
Aichach-Friedberg (nsi) - Bis gestern Abend hielten die Initiatoren des Volksbegehrens "Für echten Nichtraucherschutz" die Luft an. Dann sickerten die Stimmzahlen nach und nach durch. Die Initiatoren atmeten auf und gaben sich optimistisch. Im nördlichen Wittelsbacher Land jedenfalls wurde die Zehn-Prozent-Hürde in den meisten Gemeinden geknackt.
Spitzenreiter blieb bis zum Abstimmungsschluss Hollenbach: Hier trugen sich 14,8 Prozent der Stimmberechtigten für das Volksbegehren ein (siehe Infokasten). Knapp dahinter liegen die Marktgemeinden Kühbach (14,2 Prozent) und Inchenhofen (13,9) sowie die Stadt Aichach (ebenfalls 13,9).
Die rote Laterne im nördlichen Landkreis trägt Baar mit nur 6,9 Prozent. Hier unterstützten mit Abstand am wenigsten Bürger das Volksbegehren. Knapp unter der Zehn-Prozent-Hürde lagen am Ende Dasing (9,8), Todtenweis (9,7) und Adelzhausen (9,2). Diese vier Gemeinden schafften als einzige im Landkreisnorden nicht die Zehn-Prozent-Marke.
Dennoch fließen auch ihre Stimmen ins Gesamtergebnis ein. Sollten sich bayernweit zehn Prozent der Stimmberechtigten für das Volksbegehren eingetragen haben, kann entweder der Landtag zustimmen und im Freistaat herrscht in Gaststätten, Bars, Kneipen, Discos, Bier- und Festzelten ein Rauchverbot ohne Ausnahmen - also die strenge Auslegung des Nichtraucherschutzes, der in Bayern heuer bis August galt und von der schwarz-gelben Koalition aufgeweicht wurde. Oder der Landtag lehnt ab. Dann kommt es zum Volksentscheid.
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