Freitag, 23. Februar 2018

03. Februar 2018 00:36 Uhr

Bürgerversammlung

Radwege scheitern am Grunderwerb

Gut 50 Stotzarder diskutieren mit dem Aindlinger Bürgermeister Zinnecker über Radwege und Kirchensanierung im Ortsteil Von Johann Eibl

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Der Ort bleibt sich treu. Bei der Bürgerversammlung im Stotzarder Sportheim waren auch in diesem Jahr nur wenige Plätze unbesetzt. 50 Frauen und Männer informierten sich am Donnerstag aus erster Hand über das Geschehen und die wichtigsten Vorhaben in der Marktgemeinde Aindling, dazu zehn Mitglieder des Gemeinderats. Dieses große Interesse nahm Bürgermeister Tomas Zinnecker erfreut zur Kenntnis: „Schön, dass wieder mehr da sind; da macht es mehr Spaß.“

Im Osten dieser Kommune sieht’s in puncto Rad- und Gehwegen nicht sonderlich rosig aus. Peter Huber sprach dieses Defizit an und hakte einige Male nach. Ihm hielt Zinnecker entgegen: „Wenn ihr den Grund liefert, bauen wir jeden Radweg.“ Eine Enteignung stehe nicht zur Debatte. Fördermittel seien hier nicht zu erwarten, dazu sei ein höheres Verkehrsaufkommen nötig. Laut Bürgermeister werden heute keine Flächen mehr verkauft und ein Tauschgeschäft sei bei 200 oder 300 Quadratmetern schwierig. Er fasste zusammen: „Es ist zu 90 Prozent ein Grunderwerbsproblem.“ In der nächsten Sitzung des Marktgemeinderats am Dienstag werde wieder über den geplanten Weg von Aindling nach Arnhofen gesprochen. Außerdem gab Zinnecker zu bedenken: „Ich habe schon oft gehört: Was brauchen wir einen Radlweg, wenn bloß fünf fahren?“ Dann gab er den Zuhörern diesen Rat mit auf den Heimweg: „Redet mit den Leuten, vielleicht könnt ihr eher was erreichen.“ Damit waren die Besitzer der Grundstücke gemeint: „Wir zahlen gut.“ Sollte mal ein Radweg von Hausen nach Weichenberg verwirklicht werden, stehe laut Zinnecker eine Über- oder Unterführung der Staatsstraße keineswegs zur Debatte. Der Gemeinde-Chef versicherte, dass die Leute in der Regel Wert legen auf einen Weg, der entlang einer Straße läuft.

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Ein Landwirt schilderte die Situation am Weg in Richtung Zur Pollau in Stotzard: „Was ich da Dreck runterziehe“, sagte er. Eine Entsorgung als Sondermüll werde er keineswegs vornehmen, ließ er dazu wissen. Hier sieht es nach einer schnellen Lösung aus. Die Jagdgenossenschaft ist darüber informiert, schließlich saß Peter Reich im Saal, der zudem Mitglied des Marktgemeinderats ist. „Das ist ein Gemeindeweg“, meinte der Bürgermeister und klärte damit die Zuständigkeit.

Als die Rede auf die Arbeiten an der Kirche in Hausen kam, meldete sich Franz Reich zu Wort. Der Kirchenpfleger informierte die Runde darüber, was er wenige Stunden zuvor bei seinem Besuch in Augsburg von der Diözesanverwaltung erfahren hatte: „Wir können anfangen, die Ausschreibung geht raus.“ Nun ist mit dem Beginn der Arbeiten, die auch das Leichenhaus und die Friedhofsmauer entlang der Straßen umfassen sollen, im Sommer oder im Herbst zu rechnen.

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