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Ausstellung: Schicht für Schicht zum Bild

Ausstellung

Schicht für Schicht zum Bild

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    „Bewohner einer fernen Gegend“, „To smoke or not to smoke“, „Der Mann, der dachte, er hätte Fisch gefangen“ oder „Dame und Gans mit Giraffenhans“ sind die Titel dieser Serie.
    „Bewohner einer fernen Gegend“, „To smoke or not to smoke“, „Der Mann, der dachte, er hätte Fisch gefangen“ oder „Dame und Gans mit Giraffenhans“ sind die Titel dieser Serie.

    Aichach An die surreale Welt der Träumer erinnern die Bilder von Christine Metz. Farben schimmern durch den hellen Untergrund hindurch, die Konturen sind leicht verschwommen, ganze Geschichten lassen sich in den abstrakten Bildern entdecken. „Die Zeit der Gaukler und Poeten“ hat die in Ried bei Mering lebende Künstlerin ihre aktuelle Ausstellung genannt, die bis 5. Mai in der Aichacher Galerie Schiele zu sehen ist.

    Die Künstlerin hat eine eigene Technik entwickelt

    Es ist ein ganz eigener Glanz, den ihre Bilder ausstrahlen. Oft wirken die Farben gedämpft, manchmal leuchten sie direkt. Grund ist eine ganz eigene Maltechnik, die Metz entwickelt hat. Sie mischt die Acrylfarben nicht, sondern malt sie in vielen transparenten Schichten immer wieder übereinander. Bis zu 30 Farbschichten können es sein, die sich so überlagern und dabei diesen besonderen Effekt erzielen. Den fertigen Bildern sieht man nicht mehr an, dass die in Dinkelsbühl geborene Künstlerin nur mit den Grundfarben sowie Schwarz und Weiß arbeitet und diese nicht auf der Palette mischt. Die Schattierungen entstehen durch das Übereinandermalen. Eine zeitintensive Arbeit, denn jede Schicht muss erst trocken sein, bevor die nächste aufgetragen werden kann. Deshalb arbeitet Metz auch oft an mehreren Bildern gleichzeitig.

    Malen ist bei ihr ein Prozess. Sowohl das Auftragen der Farbschichten wie auch die Entstehung des Bildes selbst. Ihre Inspiration sucht sie zum Beispiel im Unterbewusstsein oder im Titel ihrer Arbeit. Poetisch klingende Zeilen wie „Letters to a dreaming self (Nachrichten an ein träumendes Ich)“, „I woke in the fairy forest (Ich wachte im Feenwald auf)“ oder „The man who thought he caught a fish (Der Mann, der dachte, er hätte einen Fisch gefangen)“ inspirieren die Malerin. Sie habe noch einige Titel, zu denen es noch kein Bild gebe, erzählt sie.

    Gefühle und Phantasie der Betrachter wecken

    Mit ihren Arbeiten will Metz Gefühle und phantastische Assoziationen im Betrachter wecken. Vereinzelt tauchen in ihren Bildern schemenhafte Gesichter auf, die auch in eine Art Körper übergehen können. Etwas traumhaft Unwirkliches ist typisch für die Arbeiten der Künstlerin. Neben den großflächigen Acrylarbeiten sind in der Ausstellung auch Puppenfiguren zu sehen. Metz, die als Bühnenbildnerin beim Pegasus-Theater aktiv ist, hat einige der Puppen für Aufführungen des Theaters gebaut. Der grimmig blickende „Georg nach dem Drachenkampf“ stand gemeinsam mit „Aldomir“ in „Lopes Traum“, das das Pegasus Theater im Jahr 2000 aufführte, schon auf der Bühne. Der „König“ wird bei der Aufführung in diesem Jahr dabei sein. (drx)

    Die Ausstellung ist bis zum 5. Mai in der Galerie Schiele in Aichach zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags bis freitags von 10 bis 12.30 und 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 12.30 Uhr.

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