Die Mitglieder der "Haiti Kinder Hilfe" hat eine weitere schlimme Botschaft erreicht. Nach dem verheerenden Erdbeben in der Karibik steht nun fest: Die Mehrzahl der Einrichtungen des Vereins in Port-au-Prince, der Hauptstadt des Inselstaates, ist der Naturkatastrophe zum Opfer gefallen. Unter den vielen Toten sollen auch zwölf Schützlinge und ein Mitarbeiter des Vereins sein.

Alois Vogg aus dem Aichacher Ortsteil Klingen, der als Kassier des Vereins fungiert, bestätigte dies gestern gegenüber unserer Zeitung. Von den drei Schulen, die der Verein in Port-au-Prince betreibe, seien zwei völlig zerstört worden. "Die dritte Schule steht zwar noch, das Gebäude weist aber eine Reihe von Rissen auf", sagt Vogg. Fachleute sollen nun klären, wie mit dem Gebäude verfahren werden soll. Auch ein Wohnheim für Jungen sei eingestürzt, in den Trümmern starben acht Buben und ein Betreuer.
Vogg stehe täglich in Kontakt zu Marie Josée Laguerre, der Vorsitzenden des Vereins. "Sie hält sich in New York auf und will heute Abend nach Haiti fliegen", sagte der Kassier. Ob dieser Plan gelinge, sei indes unklar. "Sie sitzt auf gepackten Koffern und hat schon mehrmals versucht, auf die Insel zu kommen. Doch die Flüge wurden alle gestrichen."
Derzeit sei der Verein damit beschäftigt, ein Satellitentelefon zu kaufen, um es nach Haiti zu schicken. "Ein Ehepaar, das in Frankreich lebt, könnte das Gerät dann mitnehmen." »Seite 2
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