Aichach/Kühbach (ull) - Jetzt ist es offiziell: Die Aichacher Josefspartei hält ihren Parteitag im kommenden Jahr nicht mehr auf dem Aichacher Volksfest ab. Stattdessen wird das traditionelle Treffen der Seppen erstmals auf dem Kühbacher Brauereifest stattfinden. Termin ist Sonntag, 4. Mai. Fritz Josef Beintner, Generalsekretär der Josefspartei, bezeichnete den Umzug gestern als "Mittelweg". Seine Vereinigung hätte das jährliche Treffen zwar gerne weiter in Aichach abgehalten, doch es stehe kein passender Veranstaltungsort zur Verfügung.


Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann bedauert die Entscheidung der Partei zwar, fügte aber hinzu: "Das muss man akzeptieren." Die eigentlich angestrebte Lösung der Partei, zum Josefstag am 19. März eigens ein Zelt auf dem Volksfestplatz aufzustellen, stand Habermann stets skeptisch gegenüber. "Der Bürgermeister hat gesagt, er will kein weiteres Bierfest in Aichach", erklärte Beintner. Habermann selbst sagte gestern, die Nachbarn des Volksfestplatzes sollten nicht zu sehr strapaziert werden. Außerdem sei ein eigenes Zelt für den Parteitag mit enormen Kosten verbunden. Ein offizieller Antrag diesbezüglich sei jedoch nie gestellt worden, er habe nur seine eigene Meinung wiedergegeben.
Beintner betonte, dass von Seiten der Stadt und Burkhard Greiner, Festwirt des Volksfestes, wenig Gesprächsbereitschaft bestanden habe. Mit dem Umzug nach Kühbach hofft der Generalsekretär wieder auf mehr Besucher beim Seppen-Fest. "Anfang Mai ist keine Urlaubszeit und es ist nicht Hochsommer wie im Juli", sagte Beintner. Außerdem kämen die Organisatoren, die Familie von Beck-Peccoz, der Josefspartei stark entgegen und hielten unter anderem die Gastredner und Ehrengäste frei, was beim Volksfest nicht der Fall gewesen sei.
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