Freitag, 15. Dezember 2017

30. November 2017 17:00 Uhr

Sprache

Sie entschied über das Jugendwort

Mathilde Mahrenholtz saß in der Jury für das Wort des Jahres. Was sie vom gekürten Sieger „i bims“ hält.

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Mathilde Mahrenholtz ist Chefredakteurin der Schülerzeitung „Ventil“ und stimmte in diesem Jahr mit ab über das angesagteste Jugendwort.
Foto: Charlotte Mahrenholtz

Zum zehnten Mal diskutierte eine Jury des Langenscheidt-Verlags über das Jugendwort des Jahres. In diesem Jahr fiel die Wahl auf „i bims“, was so viel bedeutet wie „Ich bin’s“. Der Ausdruck gehört zur „vong“-Sprache, bei der die einfachsten Wörter oder auch Satzteile absichtlich falsch geschrieben werden. Zur Wahl standen auch Wörter wie „tinderjährig“ oder „napflixen“. In der 20-köpfigen Jury saß Mathilde Mahrenholtz, Schülerin des Deutschherren-Gymnasiums in Aichach. Im Interview verrät die 17-Jährige ihr Lieblingswort.

Wie bist du in der Jury zum Jugendwort des Jahres gelandet?

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Mathilde: Ich bin seit Längerem Chefredakteurin unserer Schülerzeitung „Ventil“, die schon mehrere Preise bekommen hat. Dadurch erhalten wir immer wieder Einladungen zu verschiedensten Veranstaltungen. Irgendwann hatte ich die Anfrage im Posteingang, ob einer von uns in der Jury mitmachen will. Da habe ich nicht nein gesagt.

Wie läuft so eine Wahl ab?

Mathilde: Nach einer kurzen Vorstellungsrunde besprechen die zwanzig Jurymitglieder gemeinsam die zehn Vorschläge des Online-Votings. Dann gibt es zwei Abstimmungsrunden. In der ersten Runde werden die fünf besten Wörter herausgefiltert. Dann wird noch mal diskutiert und ein zweites Mal abgestimmt. Damit steht das Jugendwort des Jahres fest. Die Wahl fand übrigens in München statt.

Wer saß noch mit in der Jury?

Mathilde: Die Mitglieder waren ganz gemischt. Schüler, Studenten, aber auch ein Sprachwissenschaftler waren mit dabei.

Welche Kriterien sind entscheidend, ob ein Wort angesagt ist oder nicht?

Mathilde: Ich dachte immer, es handelt sich um Wörter, die Jugendliche besonders oft verwenden. Aber Häufigkeit ist nicht das einzige Kriterium. Auch Originalität und Kreativität sind ausschlaggebend. Jugendsprache ist wie eine Art Dialekt. Manchmal gibt es Wörter, die junge Leute vielleicht nicht in ganz Deutschland verwendet, aber die trotzdem prägend sind.

Bei manchen Wörtern fragt man sich, ob Jugendliche sie tatsächlich verwenden. Geht dir das auch so?

Mathilde: Ja, das stimmt. Als Jugendlicher findet man sich nicht in jedem Wort wieder.

Was hältst du vom diesjährigen Jugendwort?

Mathilde: Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl. Natürlich kann man es nicht jedem recht machen. Aber Jugendsprache und vor allem die „vong“-Sprache, aus der die Formulierung stammt, ist auch dazu da, um zu provozieren.

Hattest du selbst einen Favoriten?

Mathilde: Mein Lieblingswort war von Anfang an „I bims“. Im Vergleich zu den anderen Begriffen repräsentiert es die Jugendsprache für das Jahr 2017 am besten.

Interview: Carmen Mörwald

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