Samstag, 27. Mai 2017

26. November 2015 14:04 Uhr

Schülerzeitung

Sie sind das „Ventil“ der Schüler

Einmal in der Woche trifft sich die Schülerzeitung "Ventil" des Aichacher Deutschherren-Gymnasiums und arbeitet an der nächsten Ausgabe. Nun erhalten die Schüler einen Preis. Von Laura Ullmann

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„Ventil“ – welch passender Name für eine Zeitung, in der die Schüler endlich mal die Luft rauslassen und ganz offen und ehrlich ihre Meinung äußern können. „Ventil“, das ist die Schülerzeitung des Aichacher Deutschherren-Gymnasiums. Sie erscheint ein- bis zweimal im Jahr und hat 400 Exemplare.

Gegründet wurde die Schülerzeitung 2003 vom Lehrer Michael Lang, der die Redaktion auch aktuell wieder leitet. Amrei gehört zum Team dazu. Die 13-Jährige erzählt: „Wir sind ungefähr 15 bis 20 Leute, und die Stimmung ist echt gut! Dadurch, dass aus fast allen Jahrgängen jemand dabei ist, funktioniert die Zusammenarbeit auch super.“ Selbst die Kleineren können bei „Ventil“ schon richtig mitmachen: Paul, 11, ist seit vergangenem Jahr dabei. Zusammen mit seinem Freund Nikolas, 11, kümmert er sich um die Witze-Seite. Sie sagen: „Auch wenn die meisten aus dem Team älter sind, macht die Arbeit richtig Spaß.“

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Die Mitglieder treffen sich einmal wöchentlich

Simon dagegen war zunächst immer mal wieder dabei – weil er von seiner Deutschlehrerin dazu verpflichtet wurde. Mittlerweile allerdings ist der 17-Jährige über ein Wahlpflichtfach freiwillig wieder bei „Ventil“ eingestiegen. „Es macht Spaß“, sagt er. Simon berichtet von den Abläufen bei der Schülerzeitung: „Erst wählt man ein Titelthema, das dauert schon meistens ziemlich lang, und danach fängt jeder an, Ideen zu sammeln.“ Diese werden dann von Michael Lang aufgenommen, sodass am Ende jeder ein bis zwei Themen bearbeitet. Das geschieht entweder in Kleingruppen oder in Einzelarbeit. Sind die Texte fertig, gehen sie an den Layouter, der aus den einzelnen Artikeln eine fertige Ausgabe bastelt.

Die Mitglieder der Schülerzeitung treffen sich einmal wöchentlich von 13 bis 13.45 Uhr in der Schule. Lukas, 17, sagt: „Wenn wir uns mittwochs treffen, besprechen wir eigentlich immer die Themen oder reden über Unklarheiten, aber ob man jetzt mehr in der Schule oder zu Hause arbeitet, hängt immer vom Einzelnen ab.“ Simon zum Beispiel kümmert sich um Comics und zeichnet lieber zu Hause.

Ein bis zwei Zeitungen bringt die Redaktion auf diese Art und Weise im Jahr heraus. In der letzten Ausgabe, die rund 70 Seiten stark war, ging es um das Thema „Zukunft“. Neben Natur und Kommunikation stand die Oberstufe im Vordergrund, ein Thema, das im besten Fall einmal alle Gymnasiasten betrifft. Dabei wurden Fragen beantwortet, die sich viele Schüler schon einmal gestellt haben: Hat man in den letzten beiden Schuljahren gar keine Freizeit mehr, dafür aber immer bis 17 Uhr Schule und total viel zu lernen? Die Schülerzeitungsredakteure interviewten Oberstufenschüler. Fazit: Die Zeit vor dem Abitur ist zwar anstrengend und zeitaufwendig, aber es bleibt trotzdem genug Freizeit, um Hobbys nicht aufgeben zu müssen.

Weitere Themen in der Ausgabe: das Schallplattenuhren-Unternehmen des P- Seminars, die Oberstufentheater-Aufführung von „Maria Stuart“ und weitere Veranstaltungen am Gymnasium. Auch spitz formulierte Artikel der Kritik dürfen nicht fehlen, genauso wenig wie eine Fotoserie über einen Musiklehrer und aufwendig gestaltete Seiten mit Lehrersprüchen und Witzen.

18 Schüler fahren zur Preisverleihung nach München

Das Engagement der Redaktion, deren 19. Ausgabe mit einem neuen Design, einem tollen Layout und guten Artikeln aufwartete, sollte belohnt werden: „Ventil“ hat im Rahmen des Schülerzeitungswettbewerbs „Die Raute“ der Hanns-Seidel-Stiftung den Preis als „eine der besten Schülerzeitungen ihrer Schulart“ gewonnen. Zur Verleihung am Montag, 30. November, im Konferenzzentrum München ist die gesamte Redaktion geladen.

Auch Michael Lang wird in München dabei sein. Mit ihrem Betreuer sind die Schüler sehr zufrieden. Sie finden es gut, dass er sich nicht zu sehr einmischt. Amrei meint: „Man fühlt sich nicht bevormundet. Er ist da, wenn man Tipps oder Unterstützung braucht, beispielsweise bei der Kontaktvermittlung zu einem Interviewpartner.“ Die Artikel, die die Schüler schreiben, lässt Lang so gut es geht unverändert. „Das ist toll!“, sagt Amrei.

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