Kühbach Gehört der Josefs-Parteitag auf Dauer zum festen Bestandteil des Brauereifestes in Kühbach? Am Sonntag gingen die beiden Veranstaltungen jedenfalls zum zweiten Mal eine Partnerschaft ein. Und es deutet einiges darauf hin, dass es weitere Auflagen in dieser Form geben wird. Nicht nur deshalb, weil wieder an die 2000 Besucher sich im Festzelt versammelt hatten.



Nicht allein im Wittelsbacher Land zeigt man Interesse an der Königlich-Bayerischen Josefspartei (KBJP), das konnte man gestern wieder an der Liste der Gäste ablesen. Das Salzburger Land war beispielsweise vertreten, ebenso Berlin und Hamburg, ja sogar aus Indien waren Sympathisanten gekommen.
Kühbach und die Josefspartei passen hervorragend zusammen
Hans Lotterschmid, der Bürgermeister von Kühbach, brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass dieser Parteitag noch öfter in diesem Rahmen über die Bühne gehen soll. Kühbach und die Josefspartei passen seiner Ansicht nach hervorragend zusammen. Ähnlich äußerte sich Federico von Beck-Peccoz, Senior-Chef der Kühbacher Brauerei: "Es ist uns eine Riesenfreude, dass nach dem gelungenen Einstand im letzten Jahr nun der zweite Parteitag bei uns stattfinden kann." Auch Simone Strohmayr, für die SPD im Bayerischen Landtag, outete sich als Mitglied der KBJP. Landrat Knauer, mit dem sie gelegentlich politisch nicht auf einen Nenner kommt, ließ sich Seite an Seite mit der Politikerin ablichten.
Prof. Dr. Helmut Josef Zöpfl, der früher die Festreden gehalten hatte, prangerte das Schulsystem an, in dem nur "Hochbegabte gezüchtet" würden. Charly Held von den Königstreuen in Augsburg war wohl der Gast mit dem schönsten Gamsbart am Hut. "Er hat uns ein bisserl Kultur beigebracht", meinte er mit Blickrichtung auf den Parteivorsitzenden Otto Josef Steuerl, der gesundheitlich bedingt fehlte. Dann erklang der Bayerische Defiliermarsch und die wichtigste Person an diesem Nachmittag wurde auf die Bühne gebeten: Pater Lukas, Gemeinderat, Benediktinermönch und Cellerar im Kloster Scheyern, hielt den Festvortrag.
"Eine Schand' is' des", kommentierte er die Tatsache, dass seit 1968 das Fest des Heiligen Josef kein Feiertag mehr ist: "Diesen Feiertag brauchen wir, auch um zu beten." Vom Nährvater Jesu wusste er Vieles zu berichten.
Immer wieder versuchte er aktuelle Bezüge zu diesem Heiligen herzustellen: "Auf Kosten anderer zu leben, ist modern geworden. Da lobe ich mir den Heiligen Josef, den Zimmermann."
Dann rügte Pater Lukas die Eltern, die ihre Kinder schon mit einem Jahr anderen Leuten zur Betreuung übergeben: "Das widerspricht allen Prinzipien der Erziehung. Wer das fordert, der liegt völlig falsch." Außerdem mahnte er: "Wer sich nicht bindet, dessen Leben ist und bleibt Stückwerk." Die CSU bekam ebenfalls kritische Worte zu hören: "Ich ermahne sie, nicht parteipolitische Interessen in den Vordergrund zu stellen, sondern unser Land in Europa zu vertreten."
Am Ende des offiziellen Teils ehrten Fritz Josef Beintner, der Generalsekretär, und Zeremonienmeister Hans Josef Reithmeier sechs Mitglieder.
Bei uns im Internet finden Sie eine Bildergalerie zum Josefsparteitag
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