Der deutsche Urlaubsreisemarkt ist in Bewegung. Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (F.U.R.) stellt in ihrer 38. Reiseanalyse 2008 fest, dass der Reisemarkt durch qualitative Veränderungen geprägt ist. Diese zeigt sich unter anderem in den Präferenzen für Urlaubslandschaften. So werden Küstenziele, vor allem im Süden, bevorzugt.
Deutschland ist mit einem Marktanteil von über 30 Prozent nach wie vor das bei Weitem beliebteste Reiseziel der Bundesbürger. Etwa ein Drittel der Urlaubsreisen führt ans Mittelmeer, das letzte Drittel in die übrige Welt. Im Inland bietet der Blick auf die Top 5 ein gewohntes Bild: Bayern (7,6 Prozent) baut seine Führungsposition etwas aus. Mecklenburg-Vorpommern (5,2 Prozent), Schleswig-Holstein (4,3 Prozent), Niedersachsen (3,4 Prozent) und Baden-Württemberg (2,7 Prozent) folgen auf den Plätzen.
Die Reihenfolge der Top 10 im Ausland zeigt sich insgesamt stabil: Marktführer Spanien (13,0 Prozent) hält die Konkurrenz trotz leichter Einbußen auf deutlichem Abstand. Die Top Busdestinationen Italien (7,3 Prozent) und Österreich (5,9 Prozent) bleiben stabil, während es der Türkei (6,1 Prozent) gelungen ist, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen.
Polen (2,0 Prozent) und Kroatien (2,2 Prozent), zwei der relativ "neuen" Reiseziele, haben ihre Position unter den Top 10 inzwischen festigen können. Beide Länder sind aber auch zunehmend Ziel von Busreisen.
Der Bus hat sich auch im vergangenen Jahr deutlich und klar positioniert und seine Anteile mit 9,3 Prozent am gesamten Reisemarkt halten können. Vor allem im Zehnjahresvergleich zeigt sich der Bus stabil, trotz widriger Umstände wie einer verstärkten Zunahme der Billigflieger. pm
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