Antrag aus rechtlichen Gründen vorerst abgelehnt. Einstimmig Gutachten für Windkraft beschlossen
Inchenhofen Keine Chance hat momentan aus rechtlichen Gründen eine Windkraftanlage im Bereich von Inchenhofen. Der Regionalplan weist rund um den Markt Ausschlussflächen auf. Deshalb blieb dem Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag auch gar nichts anderes übrig, als aufgrund der aktuellen Rechtslage den Antrag eines Taxbergers auf Bau eines Windrades abzulehnen.
Die Festsetzungen im Regionalplan sind eindeutig. Die weiß und rot schraffierten Flächen rund um den Markt sind Ausschussflächen und machen somit den Bau von Windkraftanlagen unmöglich. „Es gibt momentan keine Chance, eine solche Anlage zu erstellen“, sagte Bürgermeister Karl Metzger.
Südwestlich von Taxberg plant der Antragsteller, das Windrad aufzustellen. Mit Rotor würde es etwa 185 Meter hoch werden. Daraus wird zumindest fürs Erste nichts. Die rechtliche Lage, sprich der Regionalplan Augsburg, steht momentan dagegen. Bis zum Ende des Jahres könnte sich das vielleicht ändern, glaubt Metzger, denn die Rechtsprechung über die Zulassung von Windkraftanlagen befindet sich im Wandel. Über das aktuelle Urteil war das Gremium in der Sitzung noch nicht informiert. Dabei war sich Rainer Tremmel dennoch schon sicher: „Der Regionalplan fällt.“ Über kurz oder lang werde sich die Gemeinde mit der Planung beschäftigen müssen.
Um schnell reagieren zu können, schlug Johann Schweizer vor, eine Planung bald in Angriff zu nehmen. Dem stimmte auch Josef Sedlmeir zu. Seine Anregung, einen unabhängigen Gutachter zu beauftragen, gefiel auch den anderen Gemeinderäten. Skeptisch war der Bürgermeister, ob Anneliese Trübwetters Vorschlag, keine Investoren zuzulassen, umzusetzen wäre. „Ob wir das steuern können, wage ich zu bezweifeln“, sagte Metzger. Den Antrag des Taxbergers lehnte der Gemeinderat aufgrund der aktuellen Rechtslage ab. Gleichzeitig beschlossen die Räte jedoch einstimmig, einen Gutachter zu beauftragen, der den Markt bei der Planung von Nutzungsflächen für Windenergie beraten soll. »Seite 1
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