Staus auf der Autobahn sind zuweilen ein Phänomen. Neulich war wieder so ein Tag. Wer die Warnungen der Radiosender hörte - so wie es für Journalisten ja Pflicht ist -, der wurde ziemlich kirre.
Erst wurde auf der A 8 ein Stau wegen Baumfällarbeiten gemeldet. Doch weder Autobahnpolizei noch -meisterei konnten bestätigen, dass tatsächlich Bäume entlang der Vorkriegsautobahn gefällt wurden. Später war mal die Rede von Arbeiten an einer Brücke, wo auch immer.
Den Stau hat es bestimmt gegeben. Doch die Ursache wissen nur jene, die drinstanden. Bäume gefällt oder Lastwagen mit Panne - wer Stoßstange an Stoßstange warten muss, dem ist dies schnurzegal. Vielleicht waren aber auch einfach zu viele Fahrzeuge unterwegs.
Autos und Lkw verhalten sich dann so wie Salzkörner, die man mit einem Trichter in ein Gefäß füllt. Werden es zu viele, staut's sich. Dann geht gar nichts mehr: verstopft. Mit Wasser funktioniert's ähnlich. Plötzlich schießt das Nass aus dem Trichter, fließt aber langsam wieder ab. Wie die Autos und Laster auf unserer alten A 8.
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