In der vergangenen Saison hielten sich der FC Affing und der SV Pullach lange oben. Beide waren sie Spitzenteams, beide machten sie sich Hoffnungen auf die Bayernliga. In den finalen Zügen der Landesliga-Saison setzten sich dann die Fußballer aus Schwaben entscheidend vor die aus Oberbayern und holten sich die Vizemeisterschaft - aufgestiegen ist auch Affing nicht. Von Johannes Graf Von Johannes Graf
Von Johannes Graf
Affing - In der vergangenen Saison hielten sich beide Teams lange ganz oben, der FC Affing und der SV Pullach. Beide waren sie Spitzenteams, beide machten sie sich Hoffnungen auf die Bayernliga. In den finalen Zügen der Landesliga-Saison setzten sich dann die Fußballer aus Schwaben entscheidend vor die aus Oberbayern und holten sich die Vizemeisterschaft - aufgestiegen ist auch Affig nicht.
Am heutigen Samstag kommt es in Pullach erneut zum Duell zwischen dem FC Affing und dem Team von Carsten Teschke (14 Uhr). Die Vorzeichen sind allerdings etwas anders, weil die Pullacher in dieser Spielzeit etwas schwächeln und mit den Affinger der vergangenen Wochen so gar nicht mehr mithalten können. Die Mannschaft von Trainer Stefan Tutschka scheint nur von wenigen Ausnahmeteams bezwungen werden zu können. Beeindruckend haben sie sechs Siege in Serie weniger erspielt als erzwungen und so trennen den amtierenden Vizemeister lediglich drei Punkte von Tabellenführer Heimstetten.
Tutschka bleibt seiner ureigenen Art gemäß zurückhaltend und sagt vor dem finalen Spiel vor der Winterpause kurz: "Es ist alles drin." Die Leistungen der vergangenen Wochen waren nicht immer berauschend, sie waren vielmehr effektiv. Vorwiegend genügte den Affingern für drei Punkte, ein Tor mehr zu erzielen als der Gegner. Dass diese Treffer dann eher selten herausgespielt waren, sondern hauptsächlich aus Standardsituationen oder sogar einem Eigentor resultierten, scheint ein wenig die Regel geworden zu sein. Tutschka sieht es positiv. "Dass man immer die entscheidenden Tore macht, zeichnet ein Spitzenteam aus", sagt er.
Im vergangenen Spiel kam die Erfolgsgarantie dieser Saison zum Einsatz: Sandners scharf getretene Schnittbälle auf Koloseikes Kopf. Gänzlich verborgen dürften diese Komponenten der Affinger Standardsituationen den übrigen Mannschaften nicht geblieben sein - auch nicht Pullach. Der heutige Gegner wäre froh, hätte er ähnliche Zuverlässigkeiten anzubieten.
Die Pullacher haben in den vergangenen Wochen eben nicht wie Affing die entscheidenden Tore geschossen und sind deshalb in der Tabelle ins Mittelfeld abgedriftet. Dass das Team dennoch über ungewöhnliche Leistungsstärke verfügt, bewies es beim Sieg über Tabellenführer Heimstetten - das war vor der jetzigen Serie von vier sieglosen Spielen. Tutschka warnt dennoch: "Wir müssen von Anfang an präsent sein und dagegenhalten. Sonst wird es ganz schwierig." Ein wenig verschlafen kamen die Affinger zuletzt im ersten Drittel des Spiels daher. Gegen Rosenheim überstand man die Phase unbeschadet, gegen Wolfratshausen geriet man in Rückstand. Tutschka sah es positiv ("Diesen Aufwecker haben wir gebraucht."), würde gegen Pullach aber gerne darauf verzichten. Vor allem, weil er mit einem starken Gegner rechnet, der dies ausnützen könnte. "Gerade in der Offensive sind sie wirklich stark", meint der Trainer. Das sind die Affinger mit ihren drei Stürmern auch, wobei: "Vielleicht spiele ich nur mit zwei Spitzen", sagt Tutschka. Kurzfristig will er entscheiden, ob er eine neue taktische Variante wählt.
Neben der Sandner-Koloseike-Kombination hatte an den vergangenen Spieltagen auch die personelle Situation ihren Anteil am Affinger Erfolg: Keine Verletzten - auch gegen Pullach.
Bus Abfahrt 11 Uhr, Sportplatz
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