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11. Januar 2010 10:35 Uhr

Hallenfußball-Schwäbische

Aindlinger Ärger

Unglücklicher hätte die Teilnahme an der schwäbischen Hallenfußballmeisterschaft für den TSV Aindling gar nicht ablaufen können. Einerseits verabschiedeten sich die Bayernliga-Fußballer mit einem äußerst zweifelhaften Gegentreffer in der letzten Sekunde bereits im Viertelfinale aus dem Turnier (siehe weiteren Bericht), andererseits war der Aufenthalt in der Augsburger Sporthalle mit weiteren Ärgernissen verbunden. Von Johannes Graf Von Johannes Graf

Aindlinger Ärger
Foto: ALFA

Von Johannes Graf

Augsburg - Unglücklicher hätte die Teilnahme an der schwäbischen Hallenfußballmeisterschaft für den TSV Aindling gar nicht ablaufen können. Einerseits verabschiedeten sich die Bayernliga-Fußballer mit einem äußerst zweifelhaften Gegentreffer in der letzten Sekunde bereits im Viertelfinale aus dem Turnier (siehe weiteren Bericht), andererseits war der Aufenthalt in der Augsburger Sporthalle mit weiteren Ärgernissen verbunden.

Spielerpässe und eine Fotokamera wurden aus der Kabine gestohlen, der Trainer durfte nicht in den VIP-Bereich und allgemein verliert Aindlings Vorstand Spielbetrieb keine positiven Worte über die Organisation des Turniers. "Wir werden uns das schwer überlegen, ob wir nochmals in der Halle mitspielen", sagt Josef Kigle einen Tag nach dem Turnier.

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Richtig verraucht ist der Ärger über das sportliche Ausscheiden noch nicht, gravierender schlägt sich jedoch das Nachspiel nieder. Aindling und Kissing belegten zusammen eine Kabine, deren Größe Kigle auf "vier mal vier Meter" schätzt. Als die Aindlinger auf dem Parkett um den Einzug ins Halbfinale kämpften, nutzten Langfinger die engen Katakomben aus, um ungestört in die Kabinen zu gelangen. Beute: Aindlinger Unterlagen wie die Spielerpässe der ersten und zweiten Mannschaft und eine Fotokamera. Bei den Kissingern fehlten einige Ausrüstungsgegenstände. Die Aindlinger erstatteten Anzeige gegen Unbekannt. "Ich darf mich jetzt darum kümmern, beim Verband schnellstmöglich Ersatz zu bekommen", sagt Kigle. Er will die Anzeige zurückziehen, wenn die Diebe die Beute zurückgeben - vor allem die Aindlinger Unterlagen, deren neue Beschaffung viel bürokratischen Aufwand nach sich zieht.

Für den verantwortlichen Organisator Johann Wagner alles andere als erfreulich. "Das ist sehr bedauerlich", sagt der Bezirksspielleiter. Wagner habe sich erkundigt. Eigentlich hätte der Ordnungsdienst kontrollieren müssen, fügt er hinzu. Scheinbar nicht die einzige Schwachstelle bei der Einlasskontrolle. Von 2056 Zuschauern haben rund 1000 Eintritt bezahlt. Durch einen Nebeneingang sollen etliche Zuschauer für lau in die Halle gekommen sein. Wagner irritiert die Zahl der Zahlenden nicht: "Wir haben immer rund 1100 Zahlende, über 500 geladene Gäste und verteilen Jugendfreikarten für Vereine."

Die Augsburger Sporthalle wurde 1965 erbaut, inzwischen nagt der Zahn der Zeit beträchtlich an der Konstruktion aus Spannbeton. Auch sonst scheint man hauptsächlich auf das historische Ambiente zu setzen. Keine Videowand, dröhnendes Horn am Schluss, wenig Musik in den Pausen, keine Infostände vom Bayerischen Fußballverband (BFV) - insgesamt wenig Rahmenprogramm. Geboten wird ausschließlich Hallenfußball - und dessen Niveau hat in den vergangenen Jahren stark nachgelassen, seit die Budenzauberer fehlen. Aindlings Kapitän Tobias Völker, diesmal wegen der Nachwirkungen einer Verletzung nur Zuschauer, bringt es auf den Punkt: "Bei diesem Turnier geht nichts voran."

Dies räumt auch Spielleiter Wagner ein, der ebenfalls nicht mit dem Austragungsort zufrieden ist. Das geht bei den Kabinen los, in denen zwei Mannschaften in eine gepfercht werden. Einige Teams suchten sich Ausweichstätten für ihre Mannschaftsbesprechungen. Auch an den Verkaufsräumen drängelt man sich an zwei, drei Stehtischen aneinander. "Wir bekommen von der Stadt nur acht Kabinen zugeteilt. Mehr nicht", rechtfertigt sich Wagner und fügt hinzu: "Diese Halle ist für ein solches Event nicht mehr zeitgemäß."

Alternativen: Mangelware. Ähnliche Kapazitäten wie in der Augsburger Halle gibt es nur in Nördlingen und Günzburg. Aber man müsse schon zentral bleiben, so Wagner. Ziemlich zentral verhielten sich auch die "Very Important Persons", kurz VIPs in ihrer eigenen Stätte, dem "VIP-Bereich". Wobei sich gegen Ende des Turniers der Verdacht erhärtete, dass nicht jede Person, die drin war, auch da hingehörte. "Jeder Verein bekommt drei Bänder", sagt Wagner dazu.

Auch da hatte Aindling an diesem Tag Pech: Helmut Leihe, Trainer der Bayernliga-Kicker, musste nämlich draußen bleiben. »ANstoß

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