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11. Januar 2010 10:35 Uhr

Hallenfußball-Schwäbische

Aindlinger Aus

Die Hallensaison kann man als Fußballer nutzen, um Selbstvertrauen zu tanken, um positiv auf sich aufmerksam zu machen. Doch der Schuss kann auch nach hinten losgehen. So passierte es dem TSV Aindling im Winter 2009/10. Ähnlich wie im Vorjahr schied der Bayernligist am Samstag bei der schwäbischen Endrunde bereits im ersten Spiel aus. Von Johann Eibl Von Johann Eibl

Von Johann Eibl

Augsburg - Die Hallensaison kann man als Fußballer nutzen, um Selbstvertrauen zu tanken, um positiv auf sich aufmerksam zu machen. Doch der Schuss kann auch nach hinten losgehen. So passierte es dem TSV Aindling im Winter 2009/10. Ähnlich wie im Vorjahr schied der Bayernligist am Samstag bei der schwäbischen Endrunde bereits im ersten Spiel aus. Diesmal hieß die Hürde, die nicht genommen werden konnte, ASV Fellheim. Der Bezirksligist, der nördlich von Memmingen zu Hause ist, setzte sich mit 4:3 Toren durch.

Wie vor zwölf Monaten darf der Beobachter die Behauptung wagen: Dieses Aindlinger Team hätte viel mehr erreichen können, mit ein wenig Glück gar den bayerischen Titel, der am 30. Januar in Erlangen vergeben wird. Doch der Auftritt in der Fuggerstadt war ebenso kurz wie blamabel. In den 30 Minuten zu Beginn des Turniers demonstrierten die Aindlinger nur ansatzweise ihre Klasse. Selcuk Akdemirci fehlte wegen Krankheit. So standen neben den beiden Torhütern Thomas Geisler und Tobias Hellmann zwei Viererblöcke für das Feld zur Verfügung.

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In den ersten Minuten wurde den Zuschauern wenig geboten, die Fellheimer waren darauf bedacht, einen frühen Rückstand zu verhindern. In der 10. Minute drückte Thomas Zanker nach einer Ecke von rechts die Kugel zum 0:1 über die Linie. Dann sah Maximilian Mies nach einem Foul die Gelbe Karte, eine Szene mit gravierenden Folgen. Denn zur Pause saß Mies mit Gelbrot bereits unter den Zuschauern. Er hatte sich ein weiteres Foul erlaubt, diesmal am ASV-Keeper. Mies war immerhin der große Torjäger bei der Qualifikation in Wertingen.

Die Überzahl nutzten die Fellheimer zu ihrem zweiten Treffer, der wieder auf das Konto von Zanker ging. Und zwei Minuten später traf Özcan Cilingir zum 0:3. Jetzt erst blies Aindling zur Attacke. Erstaunlicherweise setzten bei der Aufholjagd in erster Linie Fußballer die Akzente, die im Freien vorwiegend mit Defensivaufgaben betraut sind, Manuel Degendorfer und Phillip Eweka, der sich auf der linken Seite durchsetzte und Degendorfer die Kugel zum 1:3 auflegte. Den nächsten Treffer, erzielt von Christian Doll, bereitete ebenfalls Eweka vor. Die Schlussphase wurde so richtig heiß: Zunächst musste der Fellheimer Max Rapp (Foul) zwei Minuten zuschauen. Dann verpasste zunächst Eweka den Ausgleich, ehe Doll nur einen Kullerball zuwege brachte. Das 3:3 glückte Simon Knauer, der von einem Rückspiel von Florian Hönisch profitierte. Solche Spielzüge sah man von den Aindlingern während ihres Auftritts allerdings viel zu selten.

Der Aufreger schlechthin in der ersten Partie stand aber noch aus. Exakt zwei Sekunden waren noch zu spielen, als die Fellheimer einen Freistoß ausführen konnten. Cilingir traf mit einem Schuss ins lange Eck. Vor oder nach Ablauf der regulären Spielzeit? Eine schwierige Frage. Die Aindlinger reklamierten - freilich ohne Erfolg. Bayernliga-Referee Stefan Stangl von der SpVgg Kaufbeuren erkannte auf Tor. Eine Tatsachenentscheidung - die Diskussion darüber, ob sie wirklich korrekt ausgefallen ist, könnte man lange führen (siehe weiterer Bericht). Fakt ist: Die Mannschaft des TSV Aindling hatte es wieder einmal nicht geschafft, zu Beginn eines Turniers in die Nähe ihres Leistungsvermögens zu kommen. Wäre das letzte Tor nicht anerkannt worden, hätte man per Siebenmeterschießen den ersten Halbfinalteilnehmer ermittelt.

TSV Aindling Thomas Geisler, Tobias Hellmann, Michael Zerle, Phillip Eweka, Franz Hübl, Manuel Degendorfer, Maximilian Mies, Florian Hönisch, Christian Doll, Simon Knauer - Tore 0:1 Zanker (10.), 0:2 Zanker (16.), 0:3 Cilingir (18.), 1:3 Degendorfer (21.), 2:3 Doll (25.), 3:3 Knauer (29.), 3:4 Cilingir (30.) - Gelbrot Mies (Aindling/14:56/Foul)- Zwei Minuten Rapp (Fellheim/26:54/Foul). »Hauptsport Seite 19

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Bilder zur schwäbischen Hallenmeisterschaft unter aichacher-nachrichten.de

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