Bei einer Mitgliederversammlung wird beim Fußballbayernligisten abgestimmt, ob man für die Regionalliga melden soll. Von Patrick Gilg

Aindling Sie sind derzeit wirklich nicht zu beneiden, die Vorstandsmitglieder des TSV Aindling. Fast täglich trafen sie sich in den vergangenen Wochen um den Fußballbayernligisten weiter in der Spur zu halten – wirtschaftlich und sportlich. Heute Abend werden nun die Vereinsmitglieder über die aktuellen Entwicklungen informiert. Und gefragt: Soll der TSV eine Regionalligalizenz beantragen?
Zur Erinnerung: Ende November des vergangenen Jahres durchsuchten Steuerfahndung und Zoll die Geschäftsstelle des TSV und die Häuser und Wohnungen von neun Privatpersonen. Beschlagnahmten zahlreiche Datenträger und Aktenordner. Der Verdacht: Sozialversicherungsbetrug. Es droht eine hohe Nachzahlung (wir berichteten).
Seitdem ist beim TSV nichts mehr so, wie es einmal war. Der Klub und die betroffenen Personen standen unter Schock. An eine geregelte Arbeit war über Wochen nicht zu denken. Und das in einer Zeit, die für einen Fußballverein überaus wichtig ist. Vor allem in diesem Jahr.
Mit der Mitgliederversammlung wird eine Baustelle bearbeitet. Zum Thema Steuerrazzia wird es wenig Neues geben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter. Bis zu den Ergebnissen dieser Untersuchung wird noch einige Zeit vergehen. Bleibt das Thema Regionalliga. Und da sind die Mitglieder gefragt. Sie werden über die weitere Vorgehensweise heute entscheiden.
„Ich habe keine Ahnung, wie die Mitglieder abstimmen“, sagt Vorsitzender Ludwig Grammer. „Wir lassen uns überraschen.“ Fakt ist: Sprechen sich die Mitglieder gegen einen Lizenzantrag aus, ist das Thema für den TSV vom Tisch. Findet die Regionalliga im kommenden Jahr ohne Aindling statt.
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