Aindling Die Pause war ungewöhnlich lange. Genau 92 Tage sind verstrichen, seit der TSV Aindling letztmals ein Bayernligaspiel bestritt. Am Sonntag wird es wieder ernst. Erstmals in diesem Jahr wird es um 15 Uhr am Schüsselhauser Kreuz gegen den SV Schalding-Heining um Punkte gehen.

Wenn die Fans solange auf Fußball verzichten mussten, dann sind sie so richtig heiß auf die Premiere - hofft man zumindest beim TSV Aindling. Die Verantwortlichen machen sich weniger um die sportlichen Perspektiven Sorgen; 32 Punkte stellen eine gute Basis dar. Der bange Blick gilt der Kasse. Die Einnahmen aus den Sponsorengelder entwickeln sich ebenso rückläufig wie die aus den Portemonnaies der Zuschauer. Diesem Negativtrend will der Verein nun entgegensteuern. Besser, er versucht es. Via Internet lässt er wissen, dass er sich für die restlichen neun Punktspiele in dieser Runde insgesamt 5500 Besucher erhofft. Bedeutet einen Schnitt von über 600 Zuschauern pro Spiel. Ein ziemlich ambitioniertes Ziel: Bisher liegt der Schnitt bei 361. Im sportlichen Bereich hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Torsten Just beendete seine Tätigkeit als Trainer, Helmut Leihe ist nun der Chef und Klaus Wünsch sein Assistent. Maximilian Mies hat sich aus beruflichen Gründen zumindest vorübergehend verabschiedet, im Gegenzug kam Esat Yaz vom TSV Gersthofen; er darf am Sonntag gleich auf seine Premiere hoffen.
Thomas Geisler plagten vor einer Woche Leistenprobleme, er ist wieder fit und wird zwischen den Pfosten stehen. Zweiter Keeper ist diesmal Sebastian Pütz. Tobias Hellmann ist für sieben Wochen in China beruflich im Einsatz, ihn wird in dieser Zeit Stefan Dreher ersetzen, der vor Jahren schon mal die Nummer eins war in Aindling, ehe er diesen Platz Thomas Gebauer überlassen musste.
Simon Knauer hat sich nach seiner Blinddarmoperation noch nicht im Training sehen lassen, Michael Westermair ist krank. Wichtig ist für die Mannschaft, dass Christian Doll spielen kann. "Sonst ist alles da", sagte am Freitag Leihe. "Wir haben 14 Spieler ohne die Torhüter." Die Aufstellung wird er seinen Leuten grundsätzlich eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff mitteilen. Für Samstag sind Abschlusstraining und Besprechung vorgesehen, dann tauscht sich Helmut Leihe noch mit Wünsch über die Personalien aus.
"Wir müssen an unsere Leistungsgrenzen gehen", sagt der Cheftrainer. Den Gegner hat man nicht beobachtet, nachdem er zuletzt lediglich gegen einen Bezirksligisten testete. Leihe aber weiß vom Hinspiel, dass die Niederbayern sehr stark von den Flügeln her sind und über einen eminent gefährlichen Mittelstürmer verfügen. Leihe: "Wir wollen gewinnen, aber ein Wunschkonzert ist es halt nicht." In jedem Fall aber können die Aindlinger selbstbewusst in die Frühjahrsrunde gehen. Sie haben beinahe jeden Tag trainiert. "Mehr geht nicht", so Leihe.
Die Aindlinger Startelf könnte so aussehen: Geisler, Eweka, Völker, Scheifel, Hübl, Zerle, Fischer, Qemajl Beqiri, Hönisch, Doll, Yaz.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: