Höß will mit FCP in die Bayernliga – aber nicht um jeden Preis Von Patrick Gilg
Pipinsried Zehn Tage verbrachte Pipinsrieds Präsident Conny Höß kürzlich auf der kanarischen Insel Teneriffa. Wunderschön sei es gewesen. Sehr gutes Wetter, tolles Hotel – und doch: Über das Treiben seines FCP im verschneiten Deutschland war der 70-Jährige stets informiert. Und was er dort hörte, sorgte nicht gerade für Urlaubsstimmung.
Im Gegenteil: „Stocksauer“ sei er gewesen, als er von der Begegnung gegen Eintracht Karlsfeld vor einer Woche gehört habe. Nicht nur das Ergebnis (Pipinsried verlor 3:4) sondern vielmehr die Begleitumstände stießen Höß auf. Die Partie fand nämlich statt, obwohl der Schiedsrichter sich weigerte anzupfeifen (wir berichteten). Die Begründung: Unbespielbarkeit des Platzes. Beide Mannschaften liefen dennoch auf. Für Höß vollkommen inakzeptabel: „Wenn der Schiri sagt, man spielt nicht, dann spielt man nicht. Basta.“, schimpft Höß. „Da kommt dann eben so ein Larifari-Kick heraus. Das hat kein Niveau.“
Es war bei Weitem nicht der einzige Aufreger, den Höß während seiner Zeit auf der spanischen Urlaubsinsel erfahren musste. Schon zuvor ließ ihn ein Ergebnis aus einem Testspiel aufhorchen: die 0:4-Niederlage gegen den SV Heimstetten. Nicht nur das Ergebnis gefiel Höß gar nicht. Vor allem die Art und Weise, wie es zustande kam. Die Mannschaft blieb den Beweis schuldig, dass sie das nötige Format für die Bayernliga hat. Doch genau dahin soll der Weg des FCP im Sommer führen: „Das wäre die Vollendung meines Lebenswerks“, sagt Höß. Nicht ohne schnell hinterherzuwerfen: „Aber ich gehe diesen Weg sicher nicht, wenn wir uns dort dann abschlachten lassen.“
Dafür habe er in den vergangenen 45 (!) Jahren zu viel investiert. Soll heißen: Die Planungen in Pipinsried gehen zweigleisig. Bayernliga oder Landesliga – beides scheint, egal auf welchem Platz der FCP nach der Punktrunde landet, möglich. Vom „Kasperltheater“ (Höß) Regionalliga will der FCP-Boss gar nicht erst reden. „Davon träumen in Pipinsried nur Leute, die keine Ahnung von Fußball haben“, sagt Höß.
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