Sonntag, 22. Oktober 2017

24. März 2017 21:45 Uhr

Radsport

Rund um Oberwittelsbach: Wer gewinnt die Tempofahrt?

Der Andrang beim Frühjahrsstraßenpreis „Rund um Oberwittelsbach“ ist groß. Das erwartet die Sportler bei der 20. Auflage.

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Wenn Hubert Stöffel die sieben Kilometer lange Strecke abfährt, kennt er jeden Zentimeter: „Hier wird es eng. Wer an der Kuppe nicht am Vorderrad dran ist, kommt nicht mehr hinterher. Die Kurve vor dem Ziel ist am gefährlichsten“, erklärt der Organisator des Aichacher Frühjahrsstraßenpreises „Rund um Oberwittelsbach“, während er auf seinem alten Rennrad die Route begutachtet. (Die Strecke des Straßenrennens)

Zum 20. Mal findet am Sonntag der Radklassiker statt. Immer mit dabei: Hubert Stöffel. Der 72-Jährige war früher selbst Rennradfahrer, ehe er vor gut 20 Jahren kürzertrat: „Auch meiner Frau zuliebe“, sagt er. Aufs Rad steigt der Vorsitzende des Radteams Aichach 2000 nach wie vor oft, nur Rennen fährt er keine mehr. Zurzeit ist er mit der Organisation des Aichacher Radklassikers beschäftigt. Rund 80 Helfer, darunter Vereinsmitglieder, Feuerwehr und Rotes Kreuz werden beim Straßenradrennen im Einsatz sein. Es werde aber immer schwieriger, das Event auf die Beine zu stellen: „Mitfahren ist deutlich entspannter als zu organisieren. Die Auflagen, die Umleitung und das Personal – alles wird immer größer und aufwendiger“, so Stöffel.

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Das ist die Strecke beim Frühjahrsstraßenpreis "Rund um Oberwittelsbach".

Rund um Oberwittelsbach: Das sind die Favoriten

Dennoch freut sich der leidenschaftliche Radsportler auf das Event: „Gerade im Frühjahr sind die Fahrer heiß. Es geht nicht ums Geld, sondern um die Ehre.“ Denn in Aichach wird in diesem Jahr die bayerische Radsaison eröffnet. Rund um Oberwittelsbach ist für viele Lizenzfahrer 2017 der erste Härtetest nach den Trainingswochen. In sieben Klassen, angefangen bei den U11-Schülern bis zu den Senioren, werden Fahrer aus ganz Deutschland und anderen europäischen Ländern an den Start gehen. Bis zum Meldeschluss am 16. März lagen dem Radteam Aichach rund 350 Anmeldungen, darunter rund 75 Elite-Amateure, vor: „Bei schönem Wetter könnten noch einige Kurzentschlossene dazukommen. Wir sind zufrieden, auch weil der Andrang zeigt, welchen Stellenwert das Rennen hat“, so Stöffel. Die Bedeutung spiegelt sich auch im Startfeld wider. Das tschechische Kontinentalteam AC Sparta Prag, das im Vorjahr 20 Siege einfuhr, ist mit elf Fahrern dabei. Zu den Favoriten zählt auch das Radteam Herrmann mit Ex-Profi Grisch Janorschke. Auch Bahnrad-Experte Alexander Müller, der am vergangenen Wochenende noch beim Weltcup auf Mallorca an den Start ging, ist dabei. „Es wird auf eine Sprintentscheidung hinauslaufen. Wer letztendlich die meiste Power aufs Pedal bringt, ist auch in diesem Jahr wieder völlig offen. Es wird in jedem Fall spannend“, glaubt Stöffel. Die größten Siegchancen räumt der Aichacher dem Team aus Kempten ein: „Die reisen mit einem starken Team an. Wenn sie gut zusammenarbeiten, haben die anderen wenig Chancen.“

Fabian Schormair hat ein Heimspiel

Hoffnungen macht sich auch Bundesliga-Fahrer Fabian Schormair (Team Lotto-Kernhaus). Das Elternhaus des Untergriesbachers liegt nur rund 1000 Meter von der Start-Ziel-Linie entfernt. Den Heimvorteil will der 23-Jährige in diesem Jahr nutzen: „Ausgerechnet daheim lief es immer schlecht. Vielleicht klappt es ja diesmal mit einer guten Platzierung“, so Schormair. Auch Nachwuchsfahrer Daniel Schrag vom Radteam 2000 wird dabei sein. Der Crossspezialist geht bei der U15 an den Start.

Die Strecke hat es dabei in sich. Schon am Start geht es bergauf. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es dann hinauf nach Oberwittelsbach. „Hier werden die Beine schwer und man muss kämpfen“, erklärt Stöffel. Nach einer längeren Abfahrt, bei der die Fahrer mit bis zum 60 Stundenkilometer unterwegs sind, geht es dann auf die lange Zieleinfahrt. Zunächst gilt es in Untergriesbach in der scharfen Rechtskurve auf dem Rad zu bleiben. Dann geht es raus aus dem Ort. Die finalen 500 Meter geht es dann stetig bergauf. „Für die Fahrer wird es nochmals knackig. Man darf nicht zu früh attackieren, weil sonst die Gefahr besteht, dass einem die Kräfte ausgehen“, weiß Stöffel. Die Eliteklasse muss die sieben Kilometer lange Strecke insgesamt 15 Mal bewältigen – das sind 105 Kilometer. Im Vorjahr stellte Florian Bissinger mit 2.20,10 Stunden einen neuen Streckenrekord auf. Laut Stöffel könnte dieser bestehen bleiben: „Es könnte windig werden am Sonntag. Dann wird es schwer, diese Zeit zu unterbieten.

Plötzlich geht Hubert Stöffel aus dem Sattel. Er lehnt sich weit nach vorne, geht ganz tief mit den Knien nach unten und legt seinen Oberkörper beinahe auf der Fahrradstange ab. Der erfahrene Radfahrer weiß eben, wie man auf der Abfahrt Tempo macht. Die scharfe Rechtskurve ist trotz der Geschwindigkeit kein Problem – am Ende kommt er sicher im Ziel an.

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Ein Artikel von
Sebastian Richly

Aichacher Nachrichten
Ressort: Lokalsport


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