Freitag, 24. Mai 2013

07. Mai 2012 08:04 Uhr

Junge Kultur

500 rocken den Marktplatz in Dinkelscherben

Die Junge Kultur ist erfolgreich mit Gratiskonzerten: Sieben Bands spielen in Dinkelscherben vor großem Publikum. Von Michael Kalb

Mit einfachen und mitsingbaren Melodien brachten die Geggen Gaggas ihre Fans zur Polonaise quer über den Dinkelscherber Marktplatz.

Normalerweise regnet es bei Aktionen der Jungen Kultur. So auch am vergangenen Samstag: Zumindest die Aufbauarbeiten für das Maitag-Rockfestival gingen noch im Nassen vonstatten. Doch dann verzog sich abends der Regen, sodass über 500 Rockfans den Weg auf den Marktplatz in Dinkelscherben fanden.

Da der Jungen Kultur nur bis Mitternacht eine Genehmigung erteilt wurde, musste schon um 17.30 Uhr mit dem Musikprogramm begonnen werden, um alle sieben Bands zeitlich unterzubringen. Der frühe Anfang hatte natürlich Auswirkungen auf die ersten Bands, die deswegen leider vor einem kleinen Publikum spielen mussten.

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Beim Dinkelscherben-Medley brachen alle Dämme

Den Anfang des Open-Air-Konzertes machte der Liedermacher Stammtisch. Drei Musiker wärmten das Publikum schon einmal auf, bevor im Anschluss das Hip-Hop-Quintett Le-One & Glato die Bühne enterte. Dies war in zweierlei Hinsicht eine Premiere. Zum einen wurde erstmals auf der Bühne gerappt – zum anderen war es der erste Auftritt für die Jungs in ihrem Heimatort Dinkelscherben. Mit witzigen Posen und frechen Texten sorgten die Hip-Hopper für gute Unterhaltung.

Mit kräftigem Gitarrensound rockten die vier Neusässer von Static Age vom Bühnenzelt und brachten schon die ersten Besucher zum Tanzen. Leisere Töne schlug die darauffolgende Band Jone an. Die vielen Musiker, alle aus dem Umkreis von Dinkelscherben, hatten ihr Publikum fest im Griff.

 Ein „Heimspiel“ hatte die letzte Band des Abends. Die Spaßpunker von den Geggen Gaggas kommen aus „Dinkel-Punkrocktown“ und spielten wie Tante Rosa 2008 ihren ersten Auftritt bei den Maitagen. Die drei Jungs kamen mit ulkigen Kostümen auf die Bühne und sorgten – gewollt – für viel Gelächter im Publikum. Die meist banalen Liedtexte, die musikalisch einfach umgesetzt waren, konnte sogleich jeder mitsingen.

Beim „Dinkelscherben-Medley“ bildete sich eine lange Menschenschlange, die in einer Polonaise quer über den Marktplatz tanzte. Mit euphorischen Ex-Schäfflertänzern, die spontan die Bühne bestiegen, endete der vierte Maitag. Die freiwilligen Eintrittsspenden wurden zugunsten des Kinderheims in Baschenegg gesammelt.

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