Gersthofen In Zukunft ohne Gentechnik in der Landwirtschaft auskommen möchte die Stadt Gersthofen. Die Weichen hierfür sollen in einer der nächsten Sitzungen des Stadtrats gestellt werden, schreibt Bürgermeister Jürgen Schantin in einer Pressemitteilung.
Schon Anfang Oktober hatten sich die Delegierten beim Parteitag des SPD-Unterbezirks in Königsbrunn für ein Augsburger Land ohne Gentechnik ausgesprochen. Somit werde das Bündnis für eine gentechnikfreie Region unterstützt.
Dies will auch die Stadt Gersthofen. Die grüne Gentechnik ist in der Landwirtschaft und der daraus folgenden Lebensmittelherstellung seit Jahren umstritten. Es ist festzustellen, dass vermehrt Zeichen für mehr Verbraucherschutz in dieser Thematik gesetzt werden.
"Die Stadt Gersthofen unterstützt das ,Bündnis gentechnikfreie Region Augsburg Stadt und Land' und verfolgt das Ziel, auch das Stadtgebiet gentechnikfrei zu halten", so Schantin weiter. Zu dem Bündnis haben sich im Dezember 2009 eine Reihe von Verbänden - vor allem solche die Bio-Lebensmittel erzeugen und vertreiben - und Bund-Naturschutz-Ortsgruppen zusammengeschlossen.
Verpflichtung der Verwaltung
Neben einem Bündnisbeitritt soll, schreibt so der Bürgermeister weiter, auch eine Selbstverpflichtung für die Verwaltung erfolgen. Dies heißt unter anderem, dass auf städtischen Grundstücken keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden dürfen, aber auch nach Möglichkeit in den Kindergärten oder Schulen keine gentechnisch veränderten Produkte Verwendung finden.
Jürgen Schantin appelliert in diesem Zusammenhang an alle Lebensmittel verarbeitenden Betriebe Gersthofens, ihre Produkte ohne gentechnisch veränderte Organismen herzustellen und dies auch öffentlich darzustellen. (AL,lig)
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