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09. März 2010 18:15 Uhr

Meitingen

Automat kaputt: Noch kann man umsonst parken

In der Meitinger Tiefgarage kann man seit vielen Wochen zum Nulltarif parken. Der Grund: Weil der Kassenautomat kaputt ist, kann auch die Schranke nicht geschlossen werden. Damit soll es aber bald vorbei sein. Von Margret Sturm

Meitingen. In der Meitinger Tiefgarage kann man seit vielen Wochen überaus kostengünstig parken, nämlich zum Nulltarif. Der Grund: Weil der Kassenautomat kaputt ist, kann auch die Schranke nicht geschlossen werden. Dieser Zustand soll höchstens noch zehn Tage andauern, sagt Karl-Heinz Mayer, Geschäftsführer der Wohnungsbau GmbH des Marktes Meitingen, der die Tiefgarage gehört. "Wir haben zunächst versucht, den Automaten selbst zu reparieren", so Mayer, doch dies sei an den fehlenden Ersatzteilen gescheitert. Nun sei die zuständige Firma beauftragt, und in zehn Tagen werden die paradiesischen Park-Zustände in Meitingen ein Ende haben.

Ein großer finanzieller Verlust ist der Ausfall des Kassenautomaten für die Wohnungsbau GmbH nicht. "Wir nehmen sonst höchstens 200 oder 300 Euro im Monat an Parkgebühren ein", erläutert Mayer, denn seit dem 1. April 2009 seien die ersten 2,5 Stunden in der Meitinger Tiefgarage gebührenfrei. Mehr als diese Parkzeit benötigten aber die wenigsten für ihre Erledigungen.

Dieses Angebot ist ein Versuch, den Leuten das Parken in der Tiefgarage schmackhafter zu machen. Mit Erfolg? "Mein Eindruck ist, dass sich daraufhin nur wenig verändert hat", sagt Mayer. Freitags, wenn in Meitingen Wochenmarkt ist, sei die Tiefgarage zwar meist recht gut gefüllt; doch ansonsten beobachtet auch Mayer viele Autofahrer, die auf der Suche nach einem oberirdischen Parkplatz teils verzweifelt mehrere Runden drehen, sogar im Hochsommer, wo es doch in der Tiefgarage so schön kühl ist.

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Drei Aufgänge hat die Tiefgarage

Woran das liegt, kann sich auch der Wohnungsbau-Geschäftsführer nicht erklären. Zwar räumt er ein, dass im vorderen Bereich der Tiefgarage viele Parkplätze für private Nutzer reserviert seien und sich die öffentlichen Parkplätze im wesentlichen im hinteren Teil befänden. Doch wer dort parke, müsse nicht bis nach vorne zur Einfahrt laufen, um die Garage verlassen zu können, sondern es gebe auch hinten und in der Mitte weitere Aufgänge.

Zu dunkel sei es in der Tiefgarage auf keinen Fall, ein Standardlicht brenne immer, und mit einem Druck auf einen der vielen Lichtschalter an den Pfosten werde es sogar fast taghell. Auch an den Kosten könne es nicht liegen, findet Mayer, denn schließlich müsse man nach den ersten 2,5 freien Stunden für jede weitere angefangene Stunde nur 50 Cent zahlen.

Was also ist der Grund, dass so wenige in die Tiefgarage fahren? "Irgendwie finden die Leute halt oben immer noch einen Platz und haben dann ein paar Schritte weniger zu gehen", vermutet Mayer.

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