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05. März 2008 20:25 Uhr

Baumfällen - ohne große Gefahren

Baumerntemaschinen wie bei Lützelburg finden sich derzeit verstärkt in den Wäldern. Der Sturm "Emma" hat im Landkreis Augsburg schwere Schäden angerichtet - wenn auch die Lage glücklicherweise nicht so schlimm ist wie nach dem Sturm "Kyrill" im vergangenen Jahr.

Baumfällen - ohne große Gefahren
Foto: ALFA

"Das Wichtigste ist jetzt, bei der Aufarbeitung der Sturmschäden geordnet vorzugehen", betont Meinrad Fußeder von der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern-Oberpfalz und Schwaben. Er sieht sich gemeinsam mit seinem Kollegen Stefan Greiser sowie Revierleiter Pentti Buchwald und Michael Schenk von der Forstbetriebsgemeinschaft Augsburg-Nord derzeit die Wälder an und berät die Waldbesitzer.

Sichere Windwurfaufarbeitung erfordere eine sehr gute Organisation. Jeder Waldbesitzer müsse sich jetzt fragen, "bin ich gut genug ausgebildet und ausgerüstet, um diese äußerst gefährlichen Arbeiten durchzuführen?" - "Das ist keine Arbeit für Laien", so Fußeder.

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"Umgekippte Wurzelteller, abgebrochene Wipfel und gespanntes Holz erfordern eine besondere Ausrüstung, Ausbildung und Schulung", zeigt er vor Ort im Lützelburger Forst. Hier hat Emma auf einem Grundstück der Pfarrpfründestiftung Gablingen gewütet. Gefallene Bäume biegen sich, stehen unter Spannung. "Das ist hochsensibel, weil selbst die Profis nicht immer die Gefährdung richtig einschätzen können." Nach Stürmen ereignen sich gehäuft Waldunfälle, die zu schweren Verletzungen oder gar zum Tod führen. "Insgesamt gab es in unserem Dienstbereich im Jahr 2007 mehr als 2700 Unfälle bei der Waldarbeit, davon lediglich 0,2 Prozent, wenn ein Harvester im Einsatz war." Dies ist eine Baumerntemaschine. Nur mit Unterstützung solcher Geräte könnten die Arbeiten sicher erledigt werden.

"Die Waldbesitzervereinigungen, Forstbetriebsgemeinschaften und Maschinenringe organisieren den überbetrieblichen Maschineneinsatz und vermitteln qualifiziertes Personal."

Und tatsächlich wird mit einem solchen Harvester ein Baum in großer Geschwindigkeit gefällt, von Ästen befreit und in leicht transportierbare und weiterverwertbare Stücke geteilt. So können pro Tag mindestens 150 Festmeter verarbeitet werden. Der Besitzer eines Nachbargrundstücks hat zugesehen und will den Harvester nun selbst engagieren. "Das Amt für Landwirtschaft und Forsten und die Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbesitzervereinigungen bieten auch praktische Beratung vor Ort an", erklärt Michael Schenk.

Information Für Fragen steht die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft zur Verfügung: Christine Livieri, Telefonnummer (08 21) 40 81-1 79; Fax: (08 21) 40 81-4 01 79; E-Mail: praev@augsburg.lsv.de).

Mehr im Internet unter

www.lsv.de/nos/04_unfall_ver/wbv_geschaeftsstellen/index.html.

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