Markkleeberg im Landkreis Leipzig ist seit 1992 Partnerstadt von Neusäß. Deshalb trifft man sich untereinander gerne und pflegt den freundschaftlichen und kulturellen Austausch. Gelegenheit dazu gibt es bald wieder: Der Chor der Partnerstadt wird in der Neusässer Stadthalle auftreten. Von Diana Deniz


Erstmalig kam der Kammerchor des renommierten Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums nun in die Stadthalle Neusäß. Dieser Chor belegte beim Sächsischen Chorwettbewerb den ersten Platz in der Kategorie Gemischte Jugendchöre und bekam zudem den Sonderpreis der Stadt Bautzen.
Bürgermeister Hansjörg Durz ist es sehr wichtig, junge Menschen in die Städtepartnerschaft einzubinden, da diese Beziehung aufgrund der Wiedervereinigung aufgenommen wurde, zu einer Zeit also, wo die heutige Jugend noch gar nicht geboren war, das sagte er in der Stadthalle. "Mit dem Besuch aus Markkleeberg steht der kulturelle Bereich und auch der Austausch zwischen den Schulen im Mittelpunkt", so Durz.
Begeistert von der Begegnung
Die Idee, den Chor des Musikgymnasiums einzuladen, kam von Dieter Janson, der bereits als Lehrer des Justus-von-Liebig-Gymnasiums Neusäß den Kontakt nach Markkleeberg pflegte. Um die Organisation des Events kümmerte sich die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Erika Böhler.
Roland Kramm, Leiter des Kammerchors, ist begeistert von dieser Begegnung: "Es ist das erste Mal, dass wir hier in Neusäß sind, und es ist eine ganz tolle Erfahrung. Wir wurden von der Stadt und den Gastfamilien sehr herzlich aufgenommen." Die Schülerinnen und Schüler des Kammerchors und die Instrumentalisten sind zwischen 13 und 19 Jahre alt. Das Programm, das sie trotz krankheitsbedingter Ausfälle darboten, reichte von Liedern aus der Renaissance über Volkslieder bis hin zu Beatlessongs.
Premiere für die Chorklasse
Sie traten professionell und in feiner Robe auf und zogen das Publikum vom ersten Ton an in ihren Bann. Hochkonzentriert und doch mit sichtbarer Freude sangen sie sowohl Kirchenlieder als auch Popsongs. Die Kunst, das Können des Einzelnen im harmonischen Gesamtwerk deutlich werden zu lassen, ist ihnen vollkommen gelungen.
Faszinierend zu sehen und zu hören waren auch die jungen Instrumentalisten, die an Celli und Klavier ihr Talent unter Beweis stellten. Nachdem das Justus-von-Liebig-Gymnasium seit diesem Schuljahr eine eigene Chorklasse hat, durfte auch diese auftreten. Schulleiter Ernst Weidl freut sich, dass die Musik nun die beiden Schulen verbindet, und zitierte in seiner Ansprache Ernst Theodor Amadeus Hofmann: "Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an." Die Kinder sangen unter Leitung von Veronika Wersin trotz des Wintereinbruchs den Frühling herbei und beendeten ihre zauberhafte Darbietung mit "Somewhere over the Rainbow".
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