Dienstag, 21. Mai 2013

11. Mai 2012 09:55 Uhr

Aystetten

Der Kinderhort platzt aus den Nähten

In Aystetten zeichnet sich eine mögliche Lösung für die Raumnot bei der Kinderbetreuung ab. Der Bürgermeister ist mit dem Pfarrer im Gespräch Von Petra Krauß-stelzer

Der Hort in Aystetten braucht mehr Platz, momentan ist die Hortgruppe in den Räumen des Kindergartens Schneeweißchen untergebracht.
Foto: Andreas Lode

von Petra Krauß-Stelzer

Die Hausaufgaben sind gemacht. Svenja, acht Jahre alt, zeichnet eine Prinzessin, die siebenjährige Maja daneben hat ein kleines Gespenst gebastelt. Die beiden Grundschülerinnen besuchen nach dem Unterricht den Hort in Aystetten und freuen sich schon, wenn die anderen Hortkinder mit den Hausaufgaben fertig sind. „Dann gehen wir alle noch einmal raus“ – an die frische Luft in das schöne Freigelände rings um die Kindertagesstätte in Aystetten.

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Susanne Bowen, Leiterin der Kindertagesstätte und Erzieherin im Hort, macht ihren Schützlingen jeden Tag den Aufenthalt so angenehm wie möglich. Maja findet es sogar „schade, dass ich montags nicht in den Hort gehen darf“. 20 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren besuchen zurzeit den Kinderhort und werden an Schultagen von 11 Uhr bis 17 Uhr betreut. Sogar die Ferien sind abgedeckt: Nur in den Weihnachtsferien und an drei Wochen im August ist der Hort geschlossen, erklärt Bowen.

Im Haus „Schneeweißchen“ belegt der Hort zwei Räume, die eigentlich die Bewegungsräume des Kindergartens wären.

Ab September dieses Jahres allerdings wird es zu eng im Kinderhort. Die Zahl der Neuanmeldungen für den Kinderhort ist so groß, erklärte Susanne Bowen vor Kurzem im Gemeinderat Aystetten, dass für zehn Kinder kein Platz zur Verfügung steht.

30 Kinder sollen nach den aktuellen Zahlen ab September den Hort besuchen. Eine zweite Gruppe müsste also laut Bowen aufgemacht werden – aber wo und wie? Ein Anbau zwischen den Kindertagesstättenhäusern Schneeweißchen und Rosenrot, praktisch über dem Sandkasten, wäre eine Lösung, oder aber vorübergehend, weil die Zeit drängt, ein Container. Einen Beschluss dazu gibt es allerdings vom Gemeinderat noch nicht. Räume anzumieten sei schwierig, erklärte Bürgermeister Peter Wendel nach seinen ersten Recherchen. Ein Container könnte schnell aufgestellt werden, ein Neubau würde bis Frühjahr 2013 dauern, sagte vor Kurzem Architekt Josef Matthias Baumgartner dem Gemeinderat.

Wendel informierte sich nun über Containerlösungen in Nachbarkommunen und war zusammen mit Susanne Bowen mit dem Ortspfarrer wegen Räumen im Haus St. Martin im Gespräch. Dort zeichnet sich nun eine mögliche Lösung ab. In zwei Räumen im Keller des Hauses St. Martin, der auf einer Seite erdgeschossig verläuft, könnten die beiden Hortgruppen untergebracht werden, erklärt Pfarrer Engelbert Birkle gegenüber unserer Zeitung. Allerdings müsse die Kirchengemeinde noch klären, wie das Haus umorganisiert werden könnte; ebenso müssten notwendige architektonische Umbauten und baurechtliche Fragen geklärt werden. „Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Lösung für die Kommune und die Kirchengemeinde gut ist“, sagt der Pfarrer.

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