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17. Juni 2010 05:42 Uhr

Der Pfiff mit der Entenpfeife lockt auch Paula Print an

Stadtbergen Harald Harazim ist Waldpädagoge und Naturlehrer. Gerade pfeift er in seine Entenanlockpfeife, damit alle Kinder ruhig werden und ihm zuhören. Die Zeitungsente Paula Print hört den Entenlockruf und fliegt im Nu dorthin, nämlich zum Ausgangspunkt der Kindersafari "Was dümpelt im Tümpel" direkt am Ziegelstadel in Stadtbergen. Von Diana Deniz

Die Safari wird vom Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg, kurz LPV, organisiert. Deshalb ist Christine Messineo-Gleich vom LPV auch mit dabei. Paula freut sich riesig, dass sie den Lockruf gehört hat und nun mit den 20 Kindern, einem Baby, einem Hund und den beiden Naturexperten mitwandern darf.

"Herr Harazim, wieso rufen sie die Kinder denn mit der Entenpfeife?", fragt Paula frech. "Ich finde, dass sie schöner klingt, als eine laute Trillerpfeife und die Kinder finden die Töne viel lustiger", antwortet ihr Harazim. "Dass du deshalb angeflogen kommst, konnte ich natürlich nicht wissen, aber wir finden es spitze, dass du da bist, liebe Paula."

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Die Kinder haben alle bunte Gummistiefel an und sind mit Küchensieb, Kescher und Becherlupe bewaffnet. Doch bevor die Safari losgeht, macht sich jeder seine eigene Kette. Dazu bekommen die Kinder ein Stück des Holunderstrauchzweiges, das sie aushöhlen müssen. Paula ist ganz verwundert, wie leicht sich das Innere des Zweigstücks herausholen lässt. Schwups noch eine Schnur durchgezogen und eine schöne Feder drangemacht und schon hat Paula ihre eigene Kette gebastelt.

Eine Krone aus klebrigem Klettkraut

Dann heißt es Abmarsch zum Tümpel. "Wo ist der Tümpel denn?", will Paula wissen. Der Naturlehrer zeigt in Richtung Wald. Gut gelaunt gehen sie den Weg direkt in den Wald hinein. Am Wegesrand macht Harazim kurz Halt. Verdutzt fragt Paula: "Hier ist doch gar kein Gewässer?" "Stimmt. Aber hier gibt es jede Menge Klettkraut und daraus machen wir uns jetzt eine schöne Krone", antwortet Harazim.

Das Klettkraut klebt und pappt ganz schön an den Händen, hält dafür aber wunderbar zusammen. Nach einiger Zeit kommen sie am Tümpel an. Doch aus dem Tümpel ist aufgrund des vielen Regens schon fast ein kleiner See geworden. Bevor die Kinder sich auf die Suche nach Insekten und anderen Tieren machen dürfen, wird der große Holunderschwur geleistet, dass alle ganz vorsichtig sind und jedes Tierchen wieder da aussetzen, wo sie geholt wurden.

Katharina und Tessa machen sich gemeinsam mit Paula auf die Suche nach kleinen Lebewesen. Plötzlich ruft Tessa: "Schaut mal, was ich gefunden habe." Christine Messineo-Gleich sieht sich den Fund an. Es ist eine besonders schöne Feder eines Eisvogels, der gerne hier zum Wasser kommt.

Nach einer Weile treffen sich alle um ihre Entdeckungen zu zeigen und zu erfahren, was sie denn überhaupt gefangen haben. Die jungen Forscher haben Laufspinnen, Mückenlarven, Wasserflöhe, Käfer, Schnecken und vieles mehr erbeutet.

Harazim gibt den Wasserflöhen die Namen Bertram und Luise. Da muss Paula richtig lachen. So einen interessanten Ausflug findet die Zeitungsente sehr sinnvoll und lehrreich und deshalb hat sie extra einen Bericht darüber geschrieben.

Anmeldung Weitere Informationen zu den Kindersafaris des Landschaftspflegeverbandes gibt es im Internet unter www.landkreis-augsburg.de/LPV oder unter Telefon (0821) 3102-2850. Auch kann direkt Kontakt mit Harald Harazim unter Telefon (0821) 156 794 aufgenommen werden.

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