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26. April 2010 06:17 Uhr

Der Polizei ein Lied gewidmet

Friedberg Bei "Love Music. Hate Racism!" in Friedberg machte nicht nur der Name deutlich: Es ist ein Konzert mit klarer Ansage gegen Rechtsextremismus. Auch mit witzigen Details sollte die Botschaft vermittelt werden. So wie bei Besucherin Katja Illgen. Sie hatte ihr Outfit überlegt ausgewählt: In ihrem rechten Ohr steckte ein Ohrring mit der Aufschrift "No", am linken eines mit "Yes". Von Miriam Schmidt

Die Bands sorgten für gute Stimmung. So wie "The Wreckers", die den wohl rockigsten Auftritt hatten. Für die richtige Atmosphäre in der abgedunkelten kleinen Halle sorgten bunte Leuchtstäbe.

Obwohl es draußen noch hell war, füllte sich die Halle ziemlich schnell. Es kamen viele junge Zuhörer, was die Jusos als Veranstalter freute. Die richtige Einstellung könne man gar nicht früh genug haben, hieß es. So wollten sich auch sechs Zwölf- und 13-Jährige das Konzert auf keinen Fall entgehen lassen. So überredeten kurzerhand eine Mutter und einen Vater, mitzukommen. Und auch diesen hat es gefallen. "Super", sagte Claudia Bersiner, während sie zu einem Lied von "Hello Gravity" wippte.

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Musikalisch ging es bei der Indie- und Powerpop-Band etwas ruhiger zu, trotzdem klatschten und hüpften die Zuhörer mit und verlangten sogar eine Zugabe.

Organisatoren legten auf Sicherheit großen Wert

"Das Publikum war der Hammer und es hat richtig Spaß gemacht", freute sich Gitarrist Felix Koch. Und das, obwohl er anfangs von dem großen Polizeiaufgebot und den Security-Kräften eher abgeschreckt war.

Doch auf Sicherheit legten die Organisatoren, SPD-Jugendorganisation Jusos, großen Wert. Letztendlich gab es keine Zwischenfälle. "Instant Vibes" störten die vielen Polizisten nicht. Sie widmeten ihnen sogar ein Lied. Mit ihren Reggae-Tönen brachten sie das Publikum dazu, die Feuerzeuge auszupacken. Texte wie "We fight for righteousness. Every day we get stronger" waren genau nach dem Geschmack der Zuhörer.

Großen Jubel erntete Sänger Alexander Köffer, als er auf der Bühne sagte: "Jetzt spielen wir heute gegen Rassismus. Also macht etwas dagegen."

Auch "King the Fu" waren mit ihrem Auftritt zufrieden. "Die Stimmung war gut und die Leute cool", sagte der Bassist der Band. Ihre "Electro-Beats" zwangen selbst den größten Tanzmuffel zu vollem Körpereinsatz. Die Jusos waren sehr zufrieden. Mit 300 Besuchern kamen mehr als erwartet. Das fand auch Melanie Huber vom Jugendrat gut. "Super, dass so viele Leute hier sind."

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