Langweids Nachwuchsteam gehört zu den größten im Landkreis

Langweid Umfangreiche Rechenschaftsberichte des Vorsitzenden, des Kommandanten und des Jugendwarts prägten die gut besuchte Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Langweid. Mit 81 Einsätzen hatte die Wehr im vergangenen Jahr wieder eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen. Der Großbrand eines industriellen Produktionsgebäudes war dabei der herausragendste Einsatz. „Die Langweider Feuerwehr hat wieder alle Einsätze und Übungen mit Bravour gemeistert“, sagte Bürgermeister Jürgen Gilg.
Vorsitzender Karl Wagner erinnerte an zahlreiche Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres wie das Langweider Oktoberfest, die Teilnahme am Ferienprogramm und an der Dorfweihnacht oder den Vereinsausflug. Mit 450 Vereinsmitgliedern ist der Mitgliederstand nahezu unverändert geblieben.
Ungewöhnlicher Einsatz bei SGL in Meitingen
Kommandant Markus Kopold hob in seinem umfangreichen Bericht die hohe Belastung der aktiven Wehrmänner durch die Vereinsaktivitäten, Einsätze und Ausbildungsveranstaltungen hervor. „Zu 81 Einsätzen rückten wir im Jahr 2011 aus, was abgesehen vom Vorjahr (95 Einsätze) wieder im Durchschnitt der vergangenen Jahre lag. Von größeren Unwettereinsätzen durch Starkregen und Sturm blieben wir verschont.“
Ein nicht alltäglicher Einsatz war der Brand eines etwa 15 Meter hohen Produktionsgebäudes bei der SGL Group in Meitingen. Insgesamt hatten die Einsätze in technischer Hilfeleistung mit einem Anteil von 58 Prozent gegenüber den klassischen Brandeinsätzen einen gewohnt hohen Stellenwert.
Durch Zugänge aus der eigenen Jugendwehr stieg der Personalstand der Aktiven auf 82 Mitglieder. Kopold berichtete von 68 Übungs- und Ausbildungsveranstaltungen, wobei etwa 2000 Arbeitsstunden geleistet wurden. Außerdem informierte er darüber, dass Mitte 2013 ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug vom Typ HLF 20 gekauft wird. Jugendwart Markus Hörmann berichtete von der Jugendgruppe, in der 20 Jungen und neun Mädchen sind. Mit dieser Personalstärke zähle die Langweider Jugendfeuerwehr zu den größten im Landkreis. Eine Gruppe der Jugendfeuerwehr hat bereits an den Leistungsprüfungen Löschaufbau und Technische Hilfeleistung der aktiven Wehr teilgenommen.
Das Rezept für den Erfolg
Nach den Berichten verdeutlichte Bürgermeister Jürgen Gilg das Erfolgsrezept der Langweider Feuerwehr mit den Worten: „Die drei wesentlichen Grundlagen für eine intakte Feuerwehr funktionieren hervorragend; das rege Vereinsleben, die nachhaltige Jugendarbeit und daraus resultierend die gesamte aktive Wehr.“
Nicht selbstverständlich sei auch der Umstand, dass man auch tagsüber die nötige Mannschaftsstärke aufbieten könne, um die nötige Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, betonte Bürgermeister Gilg. Er dankte den aktiven Feuerwehrleuten für die Bereitschaft, ihre Freizeit zu opfern, um zu jeder Tages- und Nachtzeit zum Schutz und zur Sicherheit der Bevölkerung bereitzu- stehen.
Für den aus dem Amt des Vereinsdieners ausgeschiedenen Ernst Ulrich wurde einstimmig Martin Schallner zum Nachfolger gewählt.
Zum Schluss ehrte Vorsitzender Karl Wagner langjährige Mitglieder: für 50-jährige Mitgliedschaft Egon Rokyta, Karl Techota und Adam Lindauer, für 40 Jahre Mitgliedschaft Erhard Vetter, Ernst Berst, Alfred Mayer, Helmut Holzapfel, Adalbert Mack, Gottfried Wieser, Herbert Dollinger, Josef Drexler und Bernhard Stegmüller und für 25-jährige Mitgliedschaft Robert Holzapfel, Wolfgang Leix, Stefan Stegmair, Helmut Jäger und Marcus Kienzle. (AL)
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