Samstag, 16. Dezember 2017

13. März 2008 19:40 Uhr

Die Lech-Stahlwerke brauchen jetzt den ganzen Lohwald für ihre Erweiterung

Völlig neue Entwicklungen gibt es bei der geplanten Erweiterung der Lech-Stahlwerke Herbertshofen. Das laufende Bebauungsplanverfahren ist ausgesetzt worden, denn die Firma hat ein total neues Konzept vorgelegt.

i

Die Lech-Stahlwerke (LSW) begründen ihre Neuplanung zum einen mit dem Hinweis auf die aktuelle Situation auf dem Rohstoff-Markt. Die Rohstoffbeschaffung werde immer unberechenbarer, so LSW-Umweltkoordinator Hans-Dieter Schmidt. Deshalb brauche die Firma größere Lager, um sich mit einer höheren Bevorratung von der Preisentwicklung abkoppeln zu können. Es gehe dabei sowohl um Schrott als auch um Erz und Holz für den Hochofen.

Zum anderen seien den Lech-Stahlwerken im bisherigen Verfahren durch den Markt Meitingen enge Grenzen gesetzt worden, vor allem hinsichtlich des Lärmschutzes. "Ein Vorgehen in diesen engen Grenzen macht keinen Sinn", so Schmidt, "da brauchen wir eine Gesamtlösung für alle Zukunft."

ANZEIGE

Das Verfahren für die Erweiterung, das sich schon fast zwei Jahre hinzieht, sei aber nicht umsonst gewesen. Vielmehr habe man dabei wertvolle Erkenntnisse gewonnen, vor allem zum Lärmschutz. Der Zeitverlust, den man nun in Kauf nehmen müsse, spiele keine Rolle: "Wenn es um so viel geht, muss ein vernünftiges Verfahren her."

Weil nun auch die Hoheitsgebiete von Langweid und Biberbach massiv betroffen sind, sollen diese Gemeinden unmittelbar ins neue Bebauungsplanverfahren einbezogen werden, und zwar über einen Planungsverband, den die beteiligten Gemeinden bilden. Bisher war der Markt Meitingen allein Herr des Bebauungsplanverfahrens. Bürgermeister Alfred Sartor meinte gestern zu den neuen Planungen: "Ob ein so weit gehender Eingriff in den geschützten Lohwald akzeptabel ist, muss man schon sehr intensiv hinterfragen." Schließlich habe der Wald eine hohe Schutzfunktion.

Unterdessen ist der geplante lückenlose Lärmschutzwall ums Werk herum (wir berichteten) nach Angaben der Lech-Stahlwerke durch Grundstückskäufe gesichert. Bereits beantragt wurde ein etwa 500 Meter langer und 10,5 Meter hoher Wall im Norden (von der Industriestraße bis zum Feldweg), der demnächst auch weiter bis zur alten B 2 verlaufen könnte. Er soll nach Informationen von Bürgermeister Sartor aus Ofenschlacke der Lechstahlwerke gebaut werden. Um Auswaschungen von Schadstoffen zu verhindern, werde er nach oben hin mit Betonit-Platten abgedeckt.

Bauantrag eingereicht: Parkplatz für 50 Lkw

Ein weiterer Bauantrag der Lech-Stahlwerke - ebenfalls gerade eingereicht - gilt einem Parkplatz für 50 Lkw. Er soll nördlich des Werks entstehen und die "chaotische Situation" vor der LSW-Werkseinfahrt verbessern, wo sich bisher oft auf Hunderten von Metern die Lastwagen stauen.

i

Ihr Wetter in Augsburg-Land
15.12.1715.12.1716.12.1717.12.17
Wetter Unwetter
                                                Wetter
                                                wolkig
	                                            Wetter
	                                            Schneefall
                                                Wetter
                                                Schneefall
Unwetter-2 C | 6 C
-1 C | 2 C
-2 C | 1 C
Das Wetter aus Ihrer Region
Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Top-Angebote

Jobs in Augsburg


Alle Infos zum Messenger-Dienst
Ein Artikel von
Margret Sturm

Augsburger Allgemeine Land
Ressort: Lokalnachrichten Meitingen


Beilage: Ferien Journal

Bauen + Wohnen

Unternehmen aus der Region

Mitmachen und gewinnen!


Partnersuche