Der Blick auf das Thermometer macht klar: Die Sonnenzeit des Jahres ist wohl vorbei. Deshalb verschwinden Bikini, Flipflops und der ganze Rest nun wieder im hinteren Teil des Kleiderschranks und machen Platz für die aktuelle Herbstmode. Aber keine Sorge: Der Sommer hinterlässt auch in der kalten Jahreszeit seine bunten Spuren. „Bordeauxrot, tannengrün oder senfgelb sind in dieser Saison besonders angesagt“, berichtet Patricia Marx aus der Young-Fashion-Abteilung von Schuh Schmid in Neusäß.
Die sommerlichen Knallfarben treten im Herbst allerdings in gedeckteren Varianten auf. Laubtöne oder „Indian Summer“ nennt man die kraftvollen Farbschattierungen, die in diesem Herbst auf allen Kleidungsstücken zum Einsatz kommen. „Enge, farbige Jeans in diesen Tönen liegen bei den Mädels sehr im Trend“, sagt Susanne Wittmann von Schuh Schmid. Frauen kombinieren dazu lange Oberteile, passend zu den frostigen Temperaturen gerne auch in kuscheligem Strick.
Nicht nur an Halloween ein Thema sind Fledermäuse: Die sogenannten Fledermausärmel sind am Armansatz extrem weit geschnitten und werden dann zum Handgelenk schmaler – wie die Flügel einer Fledermaus eben. Nur Flugversuche sollte man damit besser unterlassen.
Für die kalten Tage rät Susanne Wittmann von Schuh Schmid zu dick gefütterten Steppjacken und sogenannten Dufflecoats. Ursprünglich stammt dieser Mantel aus schwerem Wollstoff mit seinen charakteristischen Knebelverschlüssen aus Großbritannien, in dieser Saison hat er seinen Auftritt in dunklen Tönen oder schickem Karo. Die weiblichen Füße werden diesen Herbst in feminine Schnürschuhe oder auch in braune Pumps mit Keilabsatz verpackt.
Das Spiel mit den Farben geht auch bei den Accessoires weiter: Farblich abgestimmt auf die bunten Hosen, lassen sich Schals und Mützen hervorragend kombinieren. Für kältere Tage empfehlen sich Mütze, Stirnband und Handschuhe in Knallfarben als nützliche Begleiter.
Ein Revival gibt es diese Saison auch zu feiern: Das Material Cord feiert seine Auferstehung aus den längst vergangenen 70er-Jahren. Frisch entstaubt und weitab vom gefürchteten rot-orange kehrt der Stoff auf Röcken und Hosen zurück. Und auch die Männer sollten sich an den sogenannten „Schnürlsamt“ halten. Denn Cord hat eine ähnliche Wirkung, wie die auffälligen Nerdbrillen mit schwarzem Gestell: Es lässt den Träger schlauer aussehen, als er vielleicht ist. Dazu empfiehlt Patricia Marx von Schuh Schmid karierte Hemden oder dicke Wollpullover. „Beliebt sind auch Chino-Hosen, weil sie so bequem sind“, erklärt sie. Nichts verkehrt machen kann man mit einer zeitlosen Lederjacke in schwarz oder dunkelbraun, wie Andreas Kaina sie trägt. Die edlere Variante ist eine Wolljacke in dunklen Tönen.
In Sachen Schuhe steht bei den Männern in diesem Herbst eindeutig der Nutzen im Vordergrund: Mit Fellfutter und robusten Lederschuhen wappnet sich der modische Herr gegen die Kälte. Schal und Mütze nicht vergessen!