Donnerstag, 18. Januar 2018

01. Juni 2012 09:51 Uhr

Stadtbergen

Ehrenbürgerwürde:Ludwig Fink lehnt ab

Der ehemaliger Bürgermeister ist von den monatelangen Querelen enttäuscht.

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Ludwig Fink

von Lena Bauer

Ludwig Fink wird nicht Ehrenbürger von Stadtbergen. Der frühere SPD-Bürgermeister teilte unserer Zeitung mit, dass er auf die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt verzichtet. Am vergangenen Donnerstag hatte der Stadtrat entschieden, ihm die Ehrenbürgerwürde zu verleihen – mit einfacher Mehrheit, wie aus der nicht öffentlichen Sitzung bekannt wurde.

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Grund für Finks Verzicht sind die monatelangen Querelen um die Ehrung, wie er in einer Mitteilung schreibt: „Angesichts des Gezerres, des Hickhacks, der langen Verfahrensdauer und bewusst falscher Behauptungen – z. B. Ehrenbürgermeister bekommen einen Ehrensold – verzichte ich auf die Ehrenbürgerschaft meiner Heimatstadt und auf eine offizielle Verabschiedung, die in bisher acht Monaten nicht stattfand.“ Fink bezieht sich dabei auf den Grünen-Stadtrat Johannes Münch, der im März eine Diskussion über eine Ehrung Finks in Zusammenhang mit einem möglichen Ehrensold angestoßen hatte. Ursprünglich hatte das Gremium in der Stadtratssitzung Ende März über die Verabschiedung des im vergangenen Jahr zurückgetretenen Bürgermeisters entscheiden wollen, wie Bürgermeister Paul Metz (CSU) damals mitgeteilt hatte. Fink äußerte sich enttäuscht darüber, dass sich diese Entscheidung so lange hingezogen hat. Ehrungen seien etwas Schönes, wie er selbst bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes erfahren habe. „Ehrungen sind aber nicht alles im Leben, es gibt zweifellos wichtigere Werte“, fügte er hinzu.

Zweite Bürgermeisterin Pfaff von Entscheidung überrascht

Die stellvertretende Bürgermeisterin Anita Pfaff (SPD) äußerte sich in Abwesenheit von Paul Metz überrascht über die Entscheidung Finks. „Ich kann mir vorstellen, dass auch Herr Metz sehr enttäuscht sein wird“, sagte sie. Metz selbst hatte stets betont, eine Ehrebürgerwürde für Fink zu unterstützen. Pfaff bedauerte die Entscheidung Finks, könne sie aber auch nachvollziehen: „So wie die Diskussion im Vorfeld gelaufen ist, kann ich verstehen, dass er verärgert ist.“ Pfaff gibt zu, dass die Stadt in dieser Sache kein glückliches Bild abgegeben hat. „Das hat Dr. Fink nicht verdient.“ Aus vielen Gesprächen wisse sie zudem, dass viele Bürger für eine Ehrung gewesen seien.

Weitere Reaktionen auf Finks Entscheidung lesen Sie in der Freitagsausgabe des Augsburger Landboten.

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